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Verlockende Aussichten dank privater Altersvorsorge

Das Ansehen der Finanzdiensteister steht und fällt mit der Qualität ihrer Berater.

fgh DÜSSELDORF. Dass auf dem deutsche Finanzdienstleistungssektor alle Zeichen auf Wachstum stehen, zeigen die Zuwachszahlen von Branchenprimus DVAG . Die Zahl der für den nach eigenen Angaben "weltweit größten unabhängigen Finanzvertrieb" tätigen Vermögensberater beträgt derzeit rund 25 000 und soll bis zum Jahr 2005 nach Angaben des DVAG-Generalbevollächtigten Friedhelm Ost bis auf 50 000 steigen. Derzeit betreut die DVAG ein Bestandsvolumen von über 135 Mrd. DM und rund vier Millionen Kunden. Osts Einschätzung nach wird die Zahl aller in Deutschland tätigen Vermögensberater bis zum Jahr 2010 sogar um mindestens 200 000 anssteigen.

Triebfeder dieser Entwicklung dürfte nach allgemeiner Einschätzung die Pläne zur staatlichen Förderung der private Altersvorsorge sein, die für einen steigenden Beratungsdedarf den Kunden verantwortlich sind. Eine Auffassung, die auch der Berliner Verbraucherschützer Volker Pietsch teilt: "Der Branche stehen gerade angesichts Altersvorsorge-Booms goldene Zeiten bevor."



Bereits heute verfügen die Deutschen über ein privates Geldvermögen von mehr als 7 000 Mrd. DM, Jahr für Jahr wächst der Anlagemarkt nach DVAG-Einschätzung durch weitere Ersparnisse und Zinsen um rund 250 Mrd. DM. Hinzu kommen jährlich etwa 300 Mrd. DM an Erbschaften. Eine große Chance für die Vermögensberater. Die größten deutschen Allfinanzvertriebe vermittelten gemeinsam - selbst in schlechten Geschäftsjahren - Neugeschäfte mit einem Volumen im hohen zweistelligen Milliarden-DM-Bereich. Allein AWD hat seit seiner Gründung nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen private Kunden gewonnen und im Jahr 2000 mehr als 400 000 Kunden Neuverträge vermittelt worden. Die Provisionerlöse hat AWD zwischen 1995 und 1999 auf rund 530 Mill. DM mehr als verdoppelt, Branchenprimus DVAG verbuchte 1999 sogar 1,35 Mrd. DM Provision.



Solides Outfit und gutes Image fürs Börsenparkett



Die bisherigen Aus- und Weiterbildungsinitiativen der marktdominierenden Allfinanz-Dienstleister stellen eine notwendige Reaktion auf dem sich ändernden Markt dar. Mit unzufriedenen Kunden ist nur kurzfristiges Wachstum zu realisieren, auf nachhaltigen Erfolg sind aber gerade die Börsenkandidaten unter den Vermögensberatern - AWD und MLP - angewiesen.



Sie können sich - das gilt speziell im Fall AWD - keine Prozesseflut mehr leisten. Das schlechte Image eines Strukturvertriebs passt nicht mehr zum Bild des börsennotierten Unternehmens. Die Verpflichtung zur seriösen Beratung steigt. Die Branche rüstet sich für den Tag X, wenn auch in Deutschland endlich geregelt wird, wer wie beraten und wer was verkaufen oder vermitteln darf. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

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