Verlust bringenden Mehrheitsbeteiligungen verkaufen
Internetmediahouse weitete Verluste deutlich aus

Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Wochen von Verlust bringenden Beteiligungen getrennt. Unter anderem verkaufte Internetmediahouse seine Beteiligung am Content Verlag New Media, das den Internet-Auftritt der "Süddeutschen Zeitung" betreibt.

Reuters MÜNCHEN. Die Beteiligungsgesellschaft Internetmediahouse AG (IMH) ist im Geschäftsjahr 2000 mit einem Jahresfehlbetrag von 46,5 (Vorjahr: -5,0) Mill. Euro tiefer in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern sei auf minus 5,8 (minus 1,7) Mill. Euro gestiegen, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Dagegen sei der Konzernumsatz im Rahmen der strategischen Neupositionierung um 263 % auf 17,9 (6,8) Mill. Euro gestiegen. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Wochen von Verlust bringenden Beteiligungen im Internet-Bereich getrennt und prüfe neue Investitionen bei Technologiefirmen. Die IMH-Aktie verlor am Vormittag ineinem schwachen Gesamtmarkt deutlich um 13,19 % auf 2,5 Euro.

Ohne Berücksichtigung der Beteiligungen habe der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 8,9 Mill. Euro betragen. Dies basiere vor allem auf dem Verkauf von Unternehmensanteilen, hieß es in einer Pflichtmitteilung. InternetMediaHouse hatte im Herbst einen tiefgreifenden Umbau angekündigt. Bis Anfang 2001 sollten alle Verlust bringenden Mehrheitsbeteiligungen verkauft oder auf eine Minderheit von unter 20 % verringert werden.

Zuletzt verkaufte das Unternehmen seine 49-%ige Beteiligung Content Verlag New Media, das den Internet-Auftritt der "Süddeutschen Zeitung" betreibt. InternetMediaHouse habe diese und andere Beteiligungen mit "maximalem Gewinn" verkauft, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen, teilte das Unternehmen mit. Die Neuausrichtung auf Technologiefirmen zeige bereits "erste Markterfolge". Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Als weitere Konsolidierungsmaßnahme würden die Personalkosten deutlich verringert. Ein Viertel der Belegschaft sei seit Dezember abgebaut worden, teilte das Unternehmen weiter mit.

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