Verlust der Aktie bei 42 %
Morphosys erzielt mehr Umsatz

Die Biotechnologiefirma Morphosys AG hat im Geschäftsjahr 2000 bei steigendem Umsatz ihren Jahresfehlbetrag unter Berücksichtigung eines neuen Bilanzierungsstandards ausgeweitet, ohne Anwendung der neuen Regel den Verlust gegenüber dem Vorjahr jedoch vermindert.

Reuters/vwd FRANKFURT. Das Biotechnologieunternehmen Morphosys hat auf Grund zahlreicher Kooperationen mit anderen Unternehmen im Geschäftsjahr 2000 ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet. Wie das seit Wochenbeginn im Nemax-50 gelistete Biotechnologieunternehmen am Montag in München mitteilte, erhöhte sich der Umsatz um 139 % auf 13,1 Mill. Euro (25,62 Millionen DM).

Der Jahresfehlbetrag habe sich ohne Berücksichtigung der Umstellung auf die Bilanzierungsregel Staff Accounting Bulletin 101 (SAB 101) im vierten Quartal um 40 % auf minus 2,3 (-3,8) Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr verringert, teilte das Unternehmen mit. Der Verlust je Aktie verringert sich den Angaben zufolge um 42 % auf minus 0,66 (-1,28) Euro. Der Umsatz habe wegen acht neuer Kooperationen um 139 % auf 13,1 (5,5) Mill. Euro zugelegt. Im frühen Geschäft büßte die Aktie am Montagmorgen mehr als 5 % auf 78,21 Euro ein.

Unter Berücksichtigung von SAB 101 sei eine einmalige, nicht zahlungswirksame Belastung von 3,2 Mill. Euro angefallen, hieß es weiter. Die Aufwendungen für Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Gründung einer Vertriebsniederlassung seien planmäßig auf 15,3 Mill. Euro von 9,0 Mill. Euro gestiegen. Der Jahresfehlbetrag habe sich daher unter Anwendung von SAB 101 von minus 3,8 Mill. Euro auf minus 9,2 Mill. Euro erhöht. Damit sei der Verlust je Aktie auf minus 2,62 (-1,13) Euro gestiegen. Der Umsatz sei um 54 % auf 8,4 (5,5) Mill. Euro gestiegen.

Bereits im Februar hatte Morphosys angekündigt, dass durch die Änderung der Rechnungslegung vom Umsatz im Jahr 2000 nur 8,4 Mill. Euro verbucht werden könnten. Die übrigen 4,7 Mill. Euro würden über die nächsten Jahre eingerechnet, da Umsätze aus Kooperationen über die gesamte Laufzeit der Zusammenarbeit und nicht bei Abschluss verbucht werden müssten. Das Ergebnis werde durch die Umstellung um 3,2 Mill. Euro belastet, hieß es damals.

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