Verlust erfüllt, Umsatzprognosen übertroffen
Lion Bioscience mit Neun-Monatszahlen am oberen Rand der Prognosen

Das Bioinformatikunternehmen meldete am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung, dass der Umsatz im Neun-Monatszeitraum um 169 % im Vergleich zum Vorjahr auf 15,5 Mill. Euro gestiegen ist.

Reuters FRANKFURT. Die am Neuen Markt gelistete Lion Bioscience hat in den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahres 2000/01 (31. März) die Analystenerwartungen beim Verlust erfüllt, die Umsatzprognosen jedoch übertroffen. Wie das Bioinformatikunternehmen am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung mitteilte, stieg der Umsatz im Neun-Monatszeitraum um 169 % im Vergleich zum Vorjahr auf 15,5 Mill. Euro. Der operative Verlust belief sich den Angaben zufolge unter Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Aufwendungen aus der Wandlung von Vorzugs- in Stammaktien sowie aus einem Aktienoptionsprogramm auf 23,3 Mill. Euro. Ohne diese Aufwendungen habe das entsprechende Vorsteuerergebnis bei minus 13,3 Mill. Euro gelegen. Von Reuters befragte Analysten hatten für den Zeitraum einen Umsatz zwischen 13,5 und 14,9 Mill. Euro sowie einen operativen Verlust von 21,8 bis 23,4 Mill. Euro prognostiziert.

"Das Unternehmen ist auf dem richtigen Weg", sagte Henner Rüschmeier, Analyst von SES Research. Der Verlust in den ersten neun Monaten liege im Rahmen seiner Erwartungen, der Umsatz jedoch über seiner Prognose von 13,5 Mill. Euro. Dies zeige, dass die Technologie des Unternehmens im Markt zunehmend angenommen werde. Unter dem Strich seien die Zahlen positiv zu bewerten. Er will seine Bewertung der Lion-Aktie mit "Marketperformer" aber voraussichtlich beibehalten, schließlich sei die Aktie im Branchenvergleich recht hoch bewertet. Dem von Lion bekannt gegebenen positiven Vorsteuerergebnis (Ebit) von 105 000 Euro im Dezember misst er keine entscheidende Bedeutung bei. Offenbar habe es im Dezember eine Häufung von Zahlungen gegeben, die zu diesem Ergebnis geführt hätten, sagte Röschmeier.

Lion habe mit den Erlöszahlen positiv überrascht, sagte Dirk Schlamp, Biotech-Analyst der DG Bank. Er hält die Bewertung der Aktie mit "Akkumulieren" aufrecht und erwartet eine positive Reaktion des Marktes auf die Entwicklung des Unternehmens. Am Mittwochmorgen gewann die Aktie der Heidelberger Gesellschaft in einem schwächeren Gesamtmarkt 0,84 % auf 64,69 Euro. Die Aktie ist seit dem 11. August 2000 am Neuen Markt der Frankfurter Börse notiert. Sie war zu 44 Euro am oberen Ende der Preisfindungsspanne ausgegeben worden. Das Jahreshoch verbuchten die Papiere Anfang September 2000 bei 131,30 Euro, das Jahrestief markierten die Titel am 1. Februar 2001 bei 50,21 Euro.

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