"Verlust halbieren"
Opel will wieder schwarze Zahlen schreiben

Der Automobilhersteller Opel will bis Ende des Jahres 2003 aus der Verlustzone kommen. "Wir werden voraussichtlich dieses Jahr den Verlust um mehrere hundert Mill. ? gesenkt haben und wollen im vierten Quartal 2003 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben", sagte Opel-Vorstand Ditmar Porth am Donnerstagabend in Bochum.

HB/dpa BOCHUM/RüSSELSHEIM. Die Adam Opel AG mit Stammsitz in Rüsselsheim hatte 2001 im Autogeschäft einen Rekordverlust von 674 Mill. ? eingefahren. Im ostdeutschen Werk in Eisenach soll zudem nach zweijähriger Hängepartie die Produktion wieder hochgefahren werden.

Im Bochumer Opel-Werk wurde 2002 die Produktion um rund sechs Prozent gedrosselt. Insgesamt wurden 292 000 Astra Caravan und Zafira gebaut, etwa 20 000 weniger als im Vorjahr. Damit habe das Bochumer Werk seinen Beitrag zum Abbau der Überkapazitäten von europaweit 300 000 Fahrzeugen geleistet, sagte Werksdirektor Jan Brems. Im Rahmen des Sanierungsprogramms Olympia wurde in Bochum die Zahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahr um 1450 auf 10 800 abgebaut.

Insgesamt seien im abgelaufenen Jahr 82 Mill. ? in den Standort Bochum investiert worden, davon allein 53 Mill. ? in ein neues Presswerk, sagte Brems. Dies schlage sich auch in der Qualität des Produkts nieder. "Beispielsweise haben wir im Vergleich zu 1999 in diesem Jahr die Gewährleistungskosten beim Zafira um 48 % senken können, beim Astra waren es sogar 53 %."

In Eisenach sollen im kommenden Jahr rund 150 000 Fahrzeuge von den Montagebändern rollen, teilte die Geschäftsführung mit. Gebaut werden bei der Thüringer Tochter der Adam Opel AG (Rüsselsheim) die Modelle "Corsa" und Astra".

In Opels ostdeutschem Vorzeigewerk, in dem neue Produktionsmethoden auch für andere Konzernstandorte getestet wurden, konnte seit 2001 die Kapazität des Werkes von bis zu 175 000 Fahrzeugen nicht voll ausgelastet werden. 2001 hatte die Produktion mit 137 000 Autos wegen Absatzproblemen und damit verbundener mit Kurzarbeit einen Tiefpunkt erreicht. In diesem Jahr wird mit knapp 140 000 Fahrzeugen gerechnet.

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