Verlust höher als Eigenkapital
Banken lehnen Holzmann-Rettungsplan ab

Die Mehrheit der Gläubigerbanken der Philipp Holzmann AG haben den ursprünglichen Plan zur Rettung des angeschlagenen Bauriesen abgelehnt.

dpa FRANKFURT. Die Mehrheit der 70 Vertreter von Gläubigerbanken, Kreditversicherern und Unternehmensberatern, die am Freitagabend in Gravenbruch bei Frankfurt mehr als sechs Stunden über die prekäre Lage des Baukonzerns berieten, hat auf eine "Nachbesserung" des vorliegenden Sanierungskonzepts gedrängt.

Dies räumte auch Holzmann-Finanzvorstand Johannes Ohlinger nach dem Treffen ein. Nach Angaben von Teilnehmern musste der Vorstand der Philipp einräumen, dass ohne rasche Kapitalmaßnahmen der Verlust des Jahres 2001 höher sein wird als das noch vorhandene Eigenkapital. Dies würde einen Gang zum Insolvenzrichter nach sich ziehen.

Der unter dem Begriff «Gazellenmodell» von der Deutschen Bank ausgearbeitete Rettungsplan sieht vor, dass die Immobilienprojekte von Holzmann im Wert von etwa 600 Millionen Euro in eine eigenständige Gesellschaft ausgelagert werden. An ihr sollen sich - bis auf einen kleinen Holzmann-Rest - die Gläubigerbanken beteiligen. Damit könnten für den Baukonzern stille Reserven gehoben, die Schuldenlast gedrückt und gleichzeitig die Bilanz verkürzt werden. Nach dpa-Informationen sind vor allem die vorgeschlagenen Beteiligungsquoten der Geldhäuser an dieser Immobiliengesellschaft auf massive Kritik gestoßen.

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