Verlust im dritten Quartal 2002/03 ausgeweitet
Lion Bioscience steht noch vor Problemen

Das Heidelberger Bioinformatikunternehmen Lion Bioscience hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter anderem wegen der Schließung der Wirkstoffforschung seinen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitet.

Reuters HEIDELBERG. Der Verlust (Ebit) habe im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (Ende zum 31. März) bei 14,84 Millionen Euro gelegen und sich somit im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Millionen Euro erhöht, teilte Lion am Mittwoch in Heidelberg mit. Der Konzern habe 9,46 Millionen Euro (Vorjahr: 10,13) umgesetzt. Zum Jahresende habe der Finanzbestand bei 74,8 Millionen Euro gelegen. Der am Neuen Markt gelistete Konzern bekräftigte das Ziel, im vierten Quartal 2003/04 die Gewinnschwelle erreichen zu wollen.

Die Lion-Zahlen seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, sagte Stefanie Philipp, Analystin bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. "Umsatzmäßig fiel das Quartal etwas besser aus, aber das war bereits angekündigt worden. Im nächsten Quartal wird sich zeigen, ob die Kostenaktionen greifen werden." Lion hatte zum Jahresende seine Wirkstoffforschung geschlossen. "Ob der Umsatz nachhaltig ist, wird sich frühestens ab dem ersten Quartal des kommenden Geschäftsjahres zeigen", fügte sie hinzu.

Rüdiger Weseloh, Analyst beim Bankhaus Sal. Oppenheim, sagte, es werde schwierig die Gewinnschwelle im vierten Quartal des kommenden Geschäftsjahres zu erreichen. Es sei nicht nur eine Frage, neue Produkte auf den Markt zu bringen. Diese müssten auch vom Markt akzeptiert werden.

Lion hatte Ende Januar seine neue Software-Plattform für Wirkstoffforschung auf den Markt gebracht, das so genannte Lion Discovery Center (LDC). Es soll Firmanangaben zufolge die Funktionen der bereits bestehenden Software zur Datensammlung SRS verbessern und erweitern. Ziel sei es, unterschiedliche Daten aus der Biologie und der Chemie zu vereinen, damit Wissenschaftler mit einer Plattform Zugriff auf alle Forschungsdaten und-systeme haben. Das Programm soll in diesem Jahr um zwei weitere Anwendungen erweitert werden.

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