Verlust im ersten Halbjahr versechsfacht
Sabena streicht Flüge und spart Personal ein

Die belgische Fluggesellschaft befindet sich in heftigen finanziellen Turbulenzen. Unter anderem machen dem Unternehmen der starke Dollar und die hohen Treibstoffpreise zu schaffen.

dpa BRÜSSEL. Die in heftige finanzielle Turbulenzen geratene belgische Fluggesellschaft Sabena will Flüge streichen und Personal einsparen. Das hat der neue Sabena-Chef, der gebürtige Deutsche Christoph Müller, am Donnerstag in Brüssel angekündigt. Gestrichen werden die Direktflüge von Brüssel nach Johannesburg und Newark in den USA. Insgesamt sollen bis zu 500 Arbeitsplätze abgebaut werden, wobei es aber nicht zu Entlassungen kommen soll.

Müller hatte in Interviews bereits die Existenz der belgischen Fluggesellschaft in Frage gestellt. Verkauf, Streckenplanung und Marketing der Sabena werden schon gemeinsam mit Swissair über die Airline Management Partnership (AMP) abgewickelt. Die Swissair- Konzernmutter SAir-Group hält 49 % an Sabena und will den Anteil auf 87 % aufstocken. Im ersten Halbjahr 2000 hatte Sabena - bei 11 % höheren Passagierzahlen - eine Versechsfachung des Verlustes auf 83,6 Mill. Euro (164 Mill. DM) verzeichnet.



Ergebnis der Gruppe soll 2001 um 357 Euro steigen

Beigetragen zur schlechten Lage der Gesellschaft hätten neben den steigenden Treibstoffpreisen auch der starke US-Dollar und der sich verschärfende Wettbewerb. Auch war die amerikanische Fluggesellschaft Delta aus dem Code-Sharing-System ausgestiegen. Müller will das Ergebnis der Gruppe im nächsten Jahr um 357 Mill. Euro steigern. "Es sind dringende Maßnahmen nötig, um die Profitabilität der Sabena Gruppe zu erhöhen", meinte Müller. Alle Bereiche würden durchforstet. Dabei setzt er besonders auf die Einsicht der immer streikbereiten Gewerkschaften.

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