Verlust im ersten Quartal
Goodyear verordnet sich eisernes Sparprogramm

Der US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber hat nach einem erneuten Verlust im ersten Quartal weitere Kostensenkungen in Milliardenhöhe angekündigt, um bald wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.

Reuters CHICAGO. Bis 2005 sollten vor allem in Nordamerika die Kosten um 1,0 bis 1,5 Mrd. Dollar reduziert werden, teilte das Management des Continental-Konkurrenten am Mittwoch bei einer Analystenkonferenz mit. Das defizitäre Nordamerika-Geschäft solle so wieder auf Kurs gebracht. Details zu möglichen Entlassungen oder Werksschließungen gab das in Akron im Bundesstaat Ohio ansässige Unternehmen nicht und verwies zur Begründung auf laufende Verhandlungen mit den Gewerkschaften.

In den ersten drei Monaten des Jahres verbuchte Goodyear einen Verlust von 163,3 Mill. Dollar nach einem Fehlbetrag von 63,2 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Insbesondere die größte Sparte, das Nordamerika-Geschäft, belastete das Konzernergebnis mit einem operativen Verlust von 61,5 Mill. Dollar. Das Unternehmen hat nach Einschätzung von Analysten in den USA die Chance verpasst, von einer massiven Rückrufaktion der Firestone-Sparte des Konkurrenten Bridgestone zu profitieren. Dank Preissteigerungen und des schwachen Dollar konnte Goodyear allerdings trotz eines Absatzrückgangs den Umsatz auf 3,55 Mrd. Dollar von 3,31 Mrd. Dollar im Vorjahr steigern.

An der Börse wurden die Quartalszahlen mit Kursabschlägen quittiert. Die Aktien des Unternehmens verloren an der Wall Street in einem kaum veränderten Marktumfeld mehr als vier Prozent auf 5,70 Dollar. Im vergangenen Jahr hatten die Titel bereits 75 % ihres Wertes eingebüßt.

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