Verlust im nächsten Quartal erwartet
Palm überrascht die Analysten

Der weltgrößte Taschen-Computer-Hersteller Palm hat in seinem zweiten Geschäftsquartal bei rückläufigem Umsatz entgegen der Analystenerwartungen einen Gewinn erwirtschaftet. Palm führte die Entwicklung vor allem auf beträchtliche Kostensenkungen und die Markteinführung von zwei neuen Computern zurück.

Reuters NEW YORK. Für das laufende dritte Quartal prognostizierte Palm indes Umsätze unter Vorjahresniveau und einen "leichten" operativen Verlust. Palm-Aktien reagierten nachbörslich mit einem kräftigen Kurssprung.

Im abgelaufenen Quartal (per Ende November) habe sich ein Gewinn von 3,5 Mill. Dollar oder zwölf Cent je Aktie nach einem Verlust von 25,2 Mill. Dollar oder 89 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum ergeben, teilte Palm am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Ohne Berücksichtigung von Sonderposten wie Restrukturierungskosten betrug der Gewinn 5,7 Mill. Dollar oder 19 Cent je Aktie. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust je Aktie von 15 Cent vorausgesagt. Der Umsatz sank auf 265 Mill. Dollar von 291 Mill. Dollar. Palm-Titel zogen nachbörslich an auf 18,84 Dollar von 16,73 Dollar zum Handelsschluss in New York.

Nach Worten von Palm-Finanzchefin Judy Bruner rechnet das Unternehmen im dritten Quartal mit einem Umsatz von 230 Mill. bis 250 Mill. Dollar nach 292 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. "Wir rechnen derzeit für das dritte Quartal wegen der geringeren Umsätze zu dieser Jahreszeit mit einem leichten operativen Verlust", fügte sie hinzu.

Alle Angaben zum Gewinn je Aktie seien um einen kürzlich vollzogenen Aktiensplitt im Verhältnis von 20 zu eins bereinigt, teilte Palm weiter mit. Zu dem Quartalsergebnis habe die erfolgreiche Markteinführung der beiden neuen Taschen-Computermodelle "Zire" und "Tungsten" beigetragen. Palm habe im Quartal die Pro-Forma-Betriebsaufwendungen auf rund 84 Mill. Dollar von 114 Mill. Dollar vor einem Jahr reduziert. Zugleich seien die Pro-Forma-Gewinnspannen auf 32,8 % von 20,5 % gestiegen. Im zweiten Quartal seien rund 1,4 Mill. Geräte ausgeliefert worden. Der Marktanteil habe Ende November 60 % betragen.

Palm-Chef Eric Benhamou äußerte sich zuversichtlich: "Der Markt für Taschencomputer schrumpft mittlerweile weniger schnell als in den vergangenen Quartalen. Wir denken, dass die Branche insgesamt im nächsten Jahr wieder wachsen wird."

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