Verlust macht rund zwei Drittel des Umsatzes aus
Internetdienstleister WWL sackt tief in rote Zahlen

Der Verlust vor Steuern stieg von über 8 Mill. DM zum Ende des zweiten Quartals auf über 17 Mill. DM.

dpa NÜRNBERG. Der Internet- und Netzwerkdienstleister WWL sackt tiefer in die roten Zahlen. In den ersten neun Monaten 2000 lag der Verlust vor Steuern bei 17,45 Mill. DM (8,86 Mill. Euro), nach 8,28 Mill. DM Ende des dritten Quartals 1999, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der aktuelle Verlust macht inzwischen rund zwei Drittel des Umsatzes aus, den die WWL Internet AG (Nürnberg) zum 30. September mit rund 23,8 Mill. DM angab. Allerdings zeichne sich nun eine Wende ab, betonte der Vorstand.

Börse reagiert mit Kursrutsch

Die Börse reagierte unterdessen mit einem weiteren Kursrutsch auf die jüngsten Unternehmenszahlen. Die am Neuen Markt notierte Aktie verlor mehr als vier Prozent und notierte am Mittag bei nur noch 4,60 Euro. Noch im September hatte das WWL-Papier noch bei knapp 25 Euro notiert.

Zum Abbau der Verluste, die nach Angaben des Vorstands auch eine Folge "nicht-operativer Sonderkosten" sind, kündigte die Unternehmensführung eine Abflachung des Wachstums der Zahl der Mitarbeiter und einen stärkeren Anstieg der Produktivität an. Als ermutigend wertete das Management den starken Anstieg des Umsatzes, der gegenüber den ersten neun Monaten 1999 um 166 % gewachsen sei. Die Zahl der Mitarbeiter habe im gleichen Zeitraum um 180 % auf 375 zugenommen. Zuversichtlich stimme, dass WWL im September "bereinigt um nicht-operative Sonderkosten nahezu die Gewinnschwelle erreicht" habe, betont die Unternehmensführung.

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