Verlust noch höher
Carrier 1 verrechnete sich erneut bei Jahresbilanz

Der Schweizer Telekom-Infrastrukturdienstleister Carrier 1 hat sich offensichtlich zum wiederholten Mal bei seiner Jahresbilanz verrechnet.

ddp/vwd ZÜRICH. Statt des bereits Mitte März revidierten Verlustes vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 35,5 Mill. US-Dollar (78,6 Mill. Mark) liegt der Verlust nun bei 43,3 Mill. US-Dollar (95,9 Mill. Mark), wie der Anbieter von Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsdatenleitungen für das Internet am Dienstag in Zürich mitteilte. Finanzvorstand Joachim Bauer werde zurücktreten. Die erneute Korrektur sei auf die Neuberechnung des Ebitda-Ergebnisses für das vierte Quartal zurückzuführen. Hier sei ein Verlust von 4,3 Mill. US-Dollar eingetreten. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen seine Umsatzziele. So will Carrier 1 im ersten Quartal bei einem Ebitda-Verlust von 8,5 Mill. US-Dollar einen Umsatz von 87 Mill. US-Dollar erzielen. Im Gesamtjahr werde ein Umsatz zwischen 420 und 450 Mill. US-Dollar bei einem positiven Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen angestrebt. Auf Grund der gegenwärtigen Situation in der Telekom-Branche kündigte Carrier 1 zudem an, die Aufwendungen im laufenden Jahr rund 25 % zu reduzieren.

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