Verlust von 3 Prozent
Nemax-50 steuert weiter auf 1 000-Punkte-Marke zu

Am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ist es am Mittwoch bergab gegangen. Der Nemax-50 verlor 3,00 Prozent auf 1 066,22 Stellen. Der Nemax-All-Share gab 2,14 Prozent auf 1 146,09 Punkte nach.

dpa-afx FRANKFURT. Marktteilnehmer beschrieben die Stimmung im Handel als trostlos. "Die Kinnladen hängen auf der Tischplatte," sagte eine Händlerin. Resignation mache sich breit. "Es ist unwichtig, was hier passiert, weil es sowieso niemanden mehr interessiert," sagte ein Händler. Anleger gingen davon aus, dass sie nichts verpassen, wenn sie Kaufentscheidungen verschieben würden, hieß es. "Die Aktien gibt es nächste Woche sowieso billiger."

Die Aktien der EM.TV & Merchandising AG vollzogen einen Kurssprung von 32,60 Prozent auf 3,01 Euro, nachdem der Unternehmensgründer und Vorstandschef Thomas Haffa seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. "Haffa geht, na und? Wer will das wissen? Das interessiert doch keinen mehr," kommentierte ein Händler die Nachricht. Die Geschäftszahlen, die in Kürze veröffentlicht werden sollen, seien "wichtiger als der Umstand, dass Thomas Haffa das Heft aus der Hand gibt", sagte eine Händlerin. Seine Person sei "nicht so wichtig, dass man die Aktie deshalb mit 'Strong Buy' einstufen würde", fügte sie hinzu.

Die Aktien der Lambda Physik AG führten dagegen mit einem Kurseinbruch von 20,90 Prozent auf 29,81 Euro die Verliererliste im Nemax-50 an. Der Laserhersteller hatte zuvor seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt. "Die Zahlen liegen unter den Erwartungen", sagte ein Händler. Analysten hatten einen Umsatz von 37 Mill. Euro erwartet. Tatsächlich ausgewiesen wurden 32 Mill. Euro.

D.Logistics AG wurden von kurzfristig orientierten Anlegern unter Druck gebracht. Es werde "immer kürzer gespielt, auch von Seiten der institutionellen Anleger", sagte ein Händler. "Da wird nichts mehr für zwei Jahre ins Depot gelegt", schon gar nicht wenn sich eine Aktie von acht auf 12 Euro verbessere. D.Logistics verloren 8,94 Prozent auf 11,20 Euro.

Die Aktien der m+s Elektronik AG wurden für eine Stunde vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen hatte in einer Pflichtveröffentlichung für das abgelaufene Geschäftsjahr (per 30. April 2001) die Verdoppelung des Konzernverlusts vor Steuern (EBT) auf 26,8 Mill. Euro mitgeteilt. Zudem wurde der Abgang des "operativen Vorstands" (Chief Operating Officer) Bernd Puschendorf zum 31. Juli bekannt gegeben. m+s brachen um 16,15 Prozent auf 1,35 Euro ein.

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