Verlust von Rover wirkt sich nicht aus
BMW-Vorstandschef erwartet 2000 Rekordumsatz

Der Münchener Autokonzern BMW rechnet damit, beim Vorsteuergewinn das bisherige Bestjahr 1997 mit 1,3 Mrd. Euro noch zu übertreffen. Die Vorsteuer-Umsatzrendite soll im Geschäftsjahr 2000 bei mehr als 4 % liegen.

dpa-afx FRANKFURT. Der BMW-Konzern wird im Geschäftsjahr 2000 aller Voraussicht nach eine Vorsteuer-Umsatzrendite von über 4% ausweisen. Das sagte der BMW-Vorstandschef Joachim Milberg Dienstagnacht vor Journalisten in München. Der Vorsteuergewinn werde insgesamt höher ausfallen, als im bisher besten Jahr 1997 mit 1,3 Mrd. Euro.

BMW - Intraday-Chart

Milberg bestätigte außerdem noch einmal, dass in diesem Jahr rund 820 000 Fahrzeuge verkauft werden würden, was einem Plus von 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Auch der Umsatz werde die Summe von 34,4 Mrd. Euro aus dem vergangenen Jahr übertreffen.

Für das kommende Jahr erwartet Milberg eine weitere Steigerung beim Fahrzeugverkauf. So soll die Produktion im US-amerikanischen Werk in Spartanburg um 25% erhöht werden. Der durchschnittliche Investitionsanteil werde in den nächsten fünf Jahren rund 7% vom Umsatz betragen.

Partnerschaften sind nur auf Projektbasis vorgesehen

Ob das Unternehmen unabhängig seinen Weg gehen werde, hänge nicht von der Frage ab, ob BMW groß genug sei. Entscheidend werde sein, so Milberg, ob BMW stark genug sei. Beide Fragen könne man mit einem klaren "Ja" beantworten. Partnerschaften sollen in Zukunft nur noch für bestimmte Projekte eingegangen werden sowie auch für eine limitierte Zeit. Als Beispiel führte Milberg das Joint Venture mit der Chrysler Corp. an. Jährlich würden gemeinsam 250 000 Motoren gebaut.

Ein BMW-Sprecher bestätigte unterdessen, das im Rahmen des Chrysler-Joint-Venture im ersten Quartal des kommenden Jahres im brasilianischen Curritiba die Produktion eines 1,4 und 1,6 Liter-Motors beginnen soll. Die Motoren seien für den neuen Mini geplant, der in Oxford gebaut werden soll. Nach Angaben von Milberg untersuche BMW noch, ob es den Mini auch mit Diesel-Motor geben soll. Gespräche mit potenziellen Partnern wie beipielsweise Toyota seien schon geführt worden.

Außerdem, so Milberg, werde vielleicht ein Coupé und ein Cabrio, entweder aus der 5er oder 7er Reihe, gebaut. Ob in Zukunft ein noch kleineres Fahrzeug als der 3er zur BMW-Modellfamilie gehören wird, werde Mitte nächsten Jahres entschieden. Bei der Suche nach einem Standort für ein mögliches neues Werk habe BMW Bewerbungen von mehr als 200 Städten und Regionen aus Deutschland, Osteuropa und Südeuropa erhalten.



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