Verluste an der Nasdaq schlagen nicht durch
Kurserholung am Neuen Markt

Der Neue Markt hat sich am Mittwoch von der Entwicklung der US-Computerbörse Nasdaq abgekoppelt und ist gegen die negativen Vorgaben gestiegen.

dpa-afx FRANKFURT. Während der Nasdaq-Composite-Index um 1,1 Prozent auf 2 145,41 Zähler abgab, gewann der Nemax-50 um 1,12 Prozent auf 1 596,23 Punkte. Der Nemax-All-Share, der die Kursbewegungen aller Wachstumswerte abbildet, stieg um 1,34 Prozent auf 1 673,09 Zähler.

Das Börsendebüt des Berliner Medizintechnikunternehmen W.O.M. World verlief für die Aktionäre enttäuschend. Nachdem die Aktien zu einem Kurs von 11 Euro zugeteilt worden, lag bereits der erste Kurs mit 10,90 Euro unter dem Ausgabepreis. Den ersten Handelstag beendeten W.O.M. mit 10,25 Euro. Das ist ein Minus gegenüber dem Emissionskurs von rund 7 Prozent.

Panne führte zu Meldung von einem Kurssprung

Mehr im Blick der Anleger stand heute die Technik der Deutschen Börse. Einen Kurssprung von 130 Punkte beim Nemax 50 auf 1 708 Zähler, der als erster Stand gemeldet worden war, ermöglichten nicht die Händler, sondern eigenwillige Computer. Ein Unternehmen sei falsch gewichtet worden, teilte die Börse mit.

Kräftig zulegen konnten die Titel des Internetdienstleisters GFT Technologies AG. Das Unternehmen, das E-Business-Projekte und Internetauftritte konzipiert, war in den vergangen Wochen unter Druck geraten. Heute gingen die Papiere mit einem Zugewinn von 26,70 Euro aus dem Handel.

Die Papiere der Internet-Beteiligungsgesellschaft United Internet verteuerten sich um 4,80 Prozent auf 3,93 Euro. Am Vortag wurde gemeldet, dass Biodata United Internet für den Software-Hersteller Cobion 3,8 Mill. Euro zahlt. Biodata zogen 4,21 Prozent auf 24,49 Euro an.

Der Biotechnologiewert Qiagen erholte sich, nachdem die Aktien am Vortag deutliche Verluste verzeichnet hatten. Die Aktien verteuerten sich am Tag der Hauptversammlung um 3,2 Prozent auf 27,40 Euro. "Es gab schon länger keine Neuigkeiten aus dem Unternehmen - die letzten Nachrichten waren gute Quartalszahlen", sagte Juri Jenkner, Biotechnologie-Analyst des Bankhauses Merck Finck & Co.

Die Hauptversammlung von Intershop konnte die Papiere nicht beflügeln. Unternehmensgründer Stefan Schambach brachte seinen Aktionären einen Auftrag der Bertelsmann-Tochter Bol.com mit. Daneben haben die Aktionäre den Vorstand ermächtigt Wandel- und Optionsanleihen für bis zu 22 Millionen Inhaberaktien auszugeben. Der Titel verlor 2,68 Prozent auf 4,00 Euro.

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