Verluste bei Aventis CropScience
Schering erhöht Dividende

Der Pharmakonzern Schering will ungeachtet hoher Verluste bei dem Gemeinschaftsunternehmen Aventis CropScience die Dividende für das Jahr 2000 erhöhen.

Reuters BERLIN. Der Pharmakonzern Schering will ungeachtet hoher Verluste bei dem Gemeinschaftsunternehmen Aventis CropScience die Dividende für das Jahr 2000 erhöhen. Schering teilte am späten Freitagabend in Berlin mit, der Hauptversammlung am 26. April 2001 würde eine Dividende von 0,67 Euro je Aktie und eine Sonderausschüttung von 0,33 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für 1999 hatte Schering einschließlich gesonderter Ausschüttung eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie gezahlt. Inzwischen wurde die Aktie im Verhältnis drei zu eins gesplittet. Je gesplitterte Aktie hätte die Dividende für 1999 etwa 0,83 Euro betragen.

Die Dividendensteigerung werde erheblich über dem Anstieg des Ergebnisses liegen, da bei der Dividendenbemessung die einmalige Belastung durch Aventis CropScience nicht berücksichtigt worden sei, teilte Schering weiter mit. Den auf Schering entfallenden Verlustanteil bei der Aventis CropScience bezifferte das Unternehmen auf 55 bis 65 Millionen Euro. An Aventis CropScience, Lyon, ist Schering mit 24 Prozent beteiligt.

Gewinnprognose nicht zu halten

Die anderen Gesellschafteranteile liegen bei Aventis SA, die damit Verluste über 165 bis 195 Millionen Euro zu verkraften hätte. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe) berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dem Aventis-Konzern werde es wohl nicht gelingen, die Gewinnprognose zu halten. Noch im November hatte der Vorstand ein Gewinnanstieg je Aktie um 40 Prozent vorausgesagt.

Schering-Vorstand Klaus Pohle erklärte: "Auf Grund unserer über den Erwartungen des Marktes liegenden positiven Ergebnisse aus dem Pharmageschäft wird das Gesamtergebnis trotz des Verlustes aus unserer Beteiligung an Aventis CropScience erfreulich wachsen."

Schering hatte die Pflanzenschutzaktivitäten 1994 mit der Hoechst AG in das Gemeinschaftsunternehmen AgrEvo verschmolzen. Nach der Fusion von Hoechst mit Rhone Poulenc war daraus am 1. Januar 2000 Aventis CropScience entstanden. Dem Zeitungsbericht zufolge sollen mit den hohen Aufwendungen bei Aventis CropScience Kosten und Risiken abgedeckt werden, die aus der missbräuchlichen Verwendung der gentechnisch modifizierten Maissorte Star-Link in den USA resultieren.

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