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Verluste bei Heyde noch höher als angenommen

Als Folge hoher Verluste sagte der Softwareanbieter zwei Firmenkäufe ab und kündigte die Streichung von 15 Prozent der Stellen an.

ddp-vwd/dpa BAD NAUHEIM. Der krisengeschüttelte Softwareentwickler Heyde hat nach langen Verzögerungen endlich seine endgültigen Geschäftszahlen vorgelegt und dabei erneut einen deutliche höheren Verlust ausgewiesen. Der IT-Dienstleister kürzte eigenen Angaben am Dienstag zufolge in Deutschland 15 Prozent der Stellen.

Zudem sagten die Bad Nauheimer zwei Firmenkäufe ab und begründeten den Schritt mit strategischen Überlegungen. Ende vergangenen Jahres hatte der IT-Dienstleister die Übernahme der New Yorker Gifts Software Inc sowie der Value Partner GmbH aus Frankfurt angekündigt.

Für das erste Halbjahr 2001 stellte das hessische Unternehmen ebenfalls einen Verlust in Aussicht. Wie der Entwickler von Software zur Geschäftsprozessoptimierung am Dienstag in Bad Nauheim mitteilte, weist das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ein Minus von 46,9 Mill. DM (24 Mill. Euro) aus. Damit ist der Verlust deutlich höher als die bereits mehrmals nach unten korrigierten vorläufigen Zahlen. Erst Ende März hat das Unternehmen sein operatives Ergebnis um 32 Mill. DM von zuvor 3 Mill. DM auf ein Minus von 29 Mill. DM korrigiert und dabei weitere Korrekturen nicht ausgeschlossen. Das Ergebnis von drei Millionen Mark hätte bereits drastisch unter den ursprünglichen Prognosen gelegen.

Das Nettoergebnis beläuft sich für das Jahr 2000 auf minus 40,7 Mill. DM. Der Umsatz erhöhte sich bei Nichteinbeziehen des US-Engagements Gifts um 73 Prozent auf 312 Mill. DM. Der Personalbestand sei im Rahmen der Restrukturierung um 15 Prozent reduziert worden. Für weitere detaillierte Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr und zum Stand der Restrukturierungen kündigte Heyde für den 2. Mai eine Presse- und Analystenkonferenz an. Auf der Hauptversammlung am 12. Juli soll ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden. Erst Ende März hatten drei Aufsichtsratsmitglieder das Gremium verlassen. Die im Nemax 50 gelistete Aktie notierte am Dienstagmorgen bei 1,90 Euro.

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