Verluste bei Technologiewerten
Wall Street zum Wochenschluss schwächer

Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag den Handel deutlich im Minus beendet. Insbesondere Technologiewerte verzeichneten Kursabschläge, nachdem die Quartalszahlen des Softwareherstellers Oracle die Anleger enttäuscht hatten.

Reuters NEW YORK. Die Sorgen um sinkende US-Unternehmensgewinne seien einer der Hauptgründe für den schwachen Handelsverlauf gewesen, hieß es von Händlerseite. Marktteilnehmer befürchten, dass der schwache Euro und die hohen Erdölpreise insbesondere die Gewinne von international tätigen US-Unternehmen schmälern könnten.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte lag zum Sitzungsende 160,47 Punkte oder 1,45 % im Minus auf 10 927,00 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,02 % auf 1465,78 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index büßte zum Wochenschluss 2,01 % auf 3835,01 Zähler ein. Händler sagten, durch den "dreifachen Hexentag", dem Verfall von Aktienoptionen, Indexoptionen und Futureskontrakten, seien die Kursausschläge überzeichet worden. Im Wochenvergleich hat der Dow Jones Index 294,76 Punkte oder 2,62 % nachgegeben. Der Nasdaq Coposite verlor gegenüber vergangenem Freitag 3,62 %.

Die Titel des weltgrößten Herstellers von Datenbanksoftware, Oracle , verbilligten sich um 6-10/16 $ auf 78-5/16 $. Das Unternehmen hatte am Donnerstagabend zwar einen höher als erwarteten Quartalsgewinn ausgewiesen, die schwachen Verkaufszahlen für die Applikationssoftware Oracle habe die Anleger jedoch enttäuscht, sagten Händler. Der Markt liebe es, sich Sorgen zu machen, sagte ein Händler dazu.

Weitere Kursverlierer bei den Schwergewichten aus dem Technologiesektor waren die Titel von Sun mit einem Abschlag von 4-7/16 $ auf 113-1/16 $, und Intel mit einem Abschlag von 2-7/64 $ auf 57-33/64 $. Erdölwerte verzeichneten dagegen deutliche Kursgewinne. So verbesserten sich Exxon Mobil um 4,4 % auf 89 $. Der S&P International Oil Index stieg um 3,48 % auf 549,26 Zähler.

Wie schon am Vortag wurden freundliche US-Indikatoren vom Markt ignoriert, sagten Händler. Der US-Konsumentenpreisindex gab im August 0,1 % nach und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Volkswirte. Diese rechneten mit einer Steigerung um 0,2 %. Das unerwartete Zurückgehen des Index, zum ersten Mal seit 14 Jahren, führten Analysten auf ein kurzfristiges Absinken der Benzinpreise im August zurück. Die Kernrate des Konsumentenpreisindex, welche die volatilen Energie- und Nahrungsmittlepreise auschließt, stieg dagegen wie von US-Volkswirten erwartet um 0,2 %. Zugleich wurde von Analysten darauf hingewiesen, das die Zahlen wenig aussagekräftig seien für die Beurteilung der Inflationsgefahren, welche in naher Zukunft wegen der hohen Erdölpreise anstehen könnten.

Bei lebhaften Umsätzen von rund 1,23 Mrd. Aktien schlossen an der New York Stock Exchange 1086 Titel höher, 1748 niedriger und 480 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 1-5/32 tiefer und brachten eine Rendite von 5,897 %.

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