Verluste beim Nemax 50 stärker
Deutsche Börsen auf Weg nach unten

Die deutschen Börsen haben ihren vorösterlichen Aufwärtstrend nicht gehalten und bis zum frühen Dienstagabend wieder nachgegeben. Sie halbierten allerdings gegenüber ihrem Mittagsstand in etwa ihre Verluste.

ddp/vwd FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor 1,21 Prozent auf 5 929,44 Punkte. Der Nemax 50 des Neuen Marktes ging um 3,82 Prozent auf 1 499,01 Zähler zurück. Die Vorgaben aus den USA waren dabei eher freundlich. Der Dow Jones legte leicht um 0,08 Prozent auf 10 166,82 Punkte und die Nasdaq etwas stärker um 0,70 Prozent auf 1 923, 03 Punkte zu.

Der Euro verlor 0,74 Prozent auf 0,8819 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 0,8791 US-Dollar festgelegt. Das waren 0,0058 US-Dollar weniger als bei der Kursfeststellung am Donnerstag vor Ostern. Im Vergleich zur D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,2102 auf 2,2248 Mark.

SAP-Vorzüge leiden unter der schlechten Stimmung

Analysten und Händler sahen die Ursache für die wieder schwächeren deutschen Börsen in den unbefriedigenden Vorgaben der US-Technologiewerte. Cisco und Intel hatten negative Nachrichten veröffentlicht, Philips in Europa zog nach. Im Dax verloren vor allem Siemens, Deutsche Telekom, Münchener Rück und Epcos. Siemens verzeichneten ein Minus von 4,92 Prozent auf 119,80 Euro und Telekom gaben um 3,81 Prozent auf 27,55 Euro nach. Telekom sei im Sog der "miesen Vorgaben" des Konkurrenten Vodafone nach unten gerutscht, sagten Analysten. Hinzu käme die Klage zweier Kleinaktionäre gegen die Bonner. Siemens und Epcos wie auch in geringerem Umfang SAP hätten unter der "allgemein schlechten Stimmung im Telekommunikationssektor" zu leiden. Verbessern konnten sich dagegen Schering, Eon, Henkel und Degussa. Schering führt das Feld mit einem Plus von 3,22 Prozent auf 57,67 Euro an. Eon und Henkel legten jeweils um etwa zweieinhalb Prozent zu. Degussa mit einem Zuwachs von 1,65 Prozent auf 32,01 Euro profitieren laut Händlermeinungen von den Gerüchten um einen Verkauf ihrer Tochter dmc2.

Am Neuen Markt stürzten ComRoad um 28,3 Prozent auf 11,30 Euro ab. Der "Platow-Brief" hatte Vorwürfe wegen angeblich "nicht seriöser Geschäftsbeziehungen" des Unternehmens erhoben. ComRoad bestritt dies. Deutliche Verluste verzeichneten auch Telekommunikationswerte wie Mobilcom mit einem Minus von 10,7 Prozent auf 12,41 Euro sowie Bankenwerte wie Comdirect (-9,27 Prozent auf 13,50 Euro) und ConSors (-7,35 Euro auf 31,50 Euro). Pixelpark verzeichneten Gewinne von 30,9 Prozent auf 13,04 Euro, nachdem die Aktie am Morgen noch wegen Gewinnmitnahmen stark zurückgegangen war. Fantastic und Broadvision legten ebenfalls stark zu.

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