Verluste bewusst in Kauf genommen
Telekom: Schulden für mehr Wachstum

Die Telekom hat den Absturz in die Verlustzone bewusst für Wachstumschancen in Kauf genommen. "Wir haben in unsere Zukunft eingezahlt", begründet Ron Sommer die Verschuldung des Unternehmens.

dpa/vwd KÖLN. Die Investitionen flossen vor allem in den Bereich des mobilen Telefonierens und in den Ausbau des System-Geschäftes. Die Alternative wäre gewesen, sich einseitig auf das Festnetz zu konzentrieren, betonte Sommer auf der Hauptversammlung vor knapp 9000 Aktionären. Damit hätte sich die Telekom aber um Wachstumschancen in der Mobilkommunikation gebracht. Der Bonner Riese war 2001 unter anderem bedingt durch Abschreibungen auf Firmenzukäufe und Lizenzen erstmals mit 3,5 Mrd Euro tief in die roten Zahlen gerutscht.

Sommer versicherte noch einmal, dass die Telekom dennoch "solide finanziert" sei. Nach der Ausgabe der jüngsten Großanleihe sei die Finanzierung bis Ende 2003 sichergestellt. Der Abbau der Schulden von derzeit 67 Mrd. Euro habe höchste Priorität. Das bislang ermittelte Einsparpotenzial könne in zweistelliger Milliardenhöhe dazu beitragen. Bis zu drei Mrd. Euro in diesem und dem kommenden Jahr erwartet Sommer aus dem Verkauf von Immobilien. Mit ihrem noch weitere Punkte umfassenden Programm zur Schuldenreduzierung sei die Telekom zuversichtlich, den Kapitalmarkt und die Rating-Agenturen, die sie vor einigen Wochen herabgestuft hatten, wieder von ihrer "unternehmerischen Performance" zu überzeugen.

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