Verluste deutlich reduziert
Amazon hat die Gewinnzone fest im Visier

Der US-Online-Händler Amazon.com hat seinen Verlust im ersten Quartal wie angekündigt deutlich reduziert und sieht sich auf einem guten Weg, bis Ende des Jahres die Gewinnzone zu erreichen.

rtr/vwd/afp SEATTLE. Das Unternehmen gab am Dienstag nach US-Börsenschluss für die ersten drei Monate einen Verlust ohne Sonderbelastungen von 49 Millionen Dollar oder 21 Cents je Aktie bekannt, nach einem Minus von 99 Millionen Dollar oder 35 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt mit einem höheren Minus von 25 Cents je Aktie gerechnet. Amazon selbst hatte Anfang des Monats einen Fehlbetrag von 22 Cents je Aktie angekündigt.

Der Umsatz sei um 22 Prozent auf 700 Millionen Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen weiter mit. Dabei legten den weiteren Angaben zufolge die Erlöse im angestammten Bereich Bücher, Musik und Videos lediglich um zwei Prozent auf 409,6 Millionen Dollar zu. Der Umsatz aus dem Online-Verkauf von Elektro- und Küchenartikeln sowie Werkzeugen habe sich dagegen mit 56 Prozent auf 116,5 Millionen Dollar deutlich stärker erhöht.

Für das Gesamtjahr erwarte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, hieß es weiter. Finanzvorstand Warren Jenson erklärte, Amazon befinde sich auf gutem Weg, wie geplant im Quartal zum Jahresende einen operativen Gewinn zu erzielen. "Das Tempo unserer Fortschritte und der positive Tend der Entwicklung sind ganz offensichtlich", fügte er auf eine Telefonkonferenz hinzu. Amazon hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 32 Millionen Kunden, davon sechs Millionen außerhalb der USA.

Branchenexperten zeigten sich zufrieden mit den vorgelegten Geschäftsdaten. "Das war ein gutes Quartal", sagte Safa Rashtchy, Analyst bei US Bancorp Piper Jaffray. Wichtig sei nun aber, dass sich das Unternehmen darauf konzentriere, profitabel zu werden und Effizienz und Margen zu verbessern.

Andere Experten äußerten aber auch Besorgnis über das langsame Wachstum des Kerngeschäfts, den Handel mit Büchern, Tonträgern sowie Videokassetten. Mark Rowen, Analyst bei Prudential Securities, bleibt zudem skeptisch über die Profitabilität des Geschäfts mit Elektronikgütern. Dieser Handel produziere notorisch niedrige Margen, gab er zu bedenken.

Die Amazon-Aktien verzeichneten im nachbörslichen Instinet-Handel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen Kursgewinne von 50 Cents, um dann aber wieder auf 15,80 Dollar nachzugeben. Die reguläre Sitzung an der US-Technologiebörse Nasdaq hatten die Papiere mit einem Minus von 3,21 Prozent bei 15,68 Dollar beendet.

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