Verluste in der Netzwerksparte
Nokia streicht weitere 1800 Stellen

Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia will in seiner unter schwacher Nachfrage leidenden Mobilfunk-Netzwerksparte nochmals 1800 Arbeitsplätze oder zehn Prozent der Stellen streichen.

Reuters HELSINKI. Nokia kündigte am Donnerstag in Helsinki an, die Mehrheit der Stellenkürzungen in den Abteilungen Forschung, Vertrieb und Produktion werde in Finnland wirksam. Als Begründung für den erneuten Stellenabbau nannte das Unternehmen Einsparbemühungen. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen erwarte nun keinen weiteren Arbeitsplatzabbau mehr. Innerhalb des vergangenen Jahres hatte Nokia bereits 3600 Stellen bei Mobilfunk-Ausrüstungen gestrichen und damit die Beschäftigtenzahl in der Sparte auf 17 360 Mitarbeiter reduziert.

Nokia leidet wie andere Ausrüster unter der Investitionszurückhaltung der Telekom-Anbieter, da diese ihre Ausgaben zur Verbesserung der Finanzbasis in den vergangenen Jahren deutlich eingeschränkt haben. Vor allem die reduzierten Geschäftserwartungen im Mobilfunk mit der neuen Technik-Generation UMTS lassen die Auftragslage bei den Ausrüstern weiter sinken.

Für das laufende Jahr rechnet Nokia wie der globale Marktführer bei Mobilfunk-Netztechnik Ericsson mit einem abermals um zehn Prozent schrumpfenden Absatzmarkt. Die Netzwerk-Sparte wird nach bisherigen Angaben von Nokia im ersten Quartal einen operativen Verlust erwirtschaften. Während beim Konkurrent Ericsson auch die Handy-Sparte Verluste schreibt, erwirtschaftet Nokia als Weltmarktführer bei Mobiltelefonen noch Gewinne. Mit der Herstellung von Mobilfunkstationen und anderer Mobilfunk-Netztechnik erwirtschaftete Nokia rund ein Fünftel seines Konzernumsatzes von rund 30 Mrd. ? im Jahr 2002. Der Konzern beschäftigt derzeit insgesamt rund 52 700 Personen.

Der Aktienkurs gab am Donnerstag gegen einen gut behaupteten Branchentrend deutlich nach und büßte rund vier Prozent auf rund 13,7 ? ein. Es habe größere Verkäufe eines Londoner Brokerhauses gegeben, sagte ein Händler.

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