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Verluste vor dem langen Wochenende

Während am Freitag bekannt wurde, dass die amerikanischen und britischen Kampflugzeuge Ziele in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad bombardieren, haben die New Yorker Börsenindizes ihre Verluste weiter ausgebaut. In der letzten Handelsstunde konnten sich die Börsenbarometer jedoch leicht erholen. Der Dow Jones Index verlor 1,9 Prozent. Der Nasdaq Index büßte fast vier Prozent ein. Das Technologiebarometer schloss bei 2425 Punkten.

Als Reaktion auf die Angriffe zogen Ölaktien leicht an. ExxonMobil ging als Dow Gewinner aus dem Wochenende. Der heutige Flugangriff auf eines der größten ölfördernden Ländern ist der Erste seit Februar 1999, als Kampfflieger Ziele in den Vororten von Bagdad attackierten. Sprecher des Pentagon sagten, es habe sich um einen Vergeltungsschlag gehandelt. Irak habe wiederholt versucht, westliche Flugzeuge ins Zielradar zu nehmen.



Der unerwartet starke Anstieg der Erzeugerpreise und die enttäuschenden Ergebnisse bei den Hightechs hatten zum Wochenende den Handelsverlauf überschattet. Am langen Wochenende haben Investoren mehr Zeit, um sich zu erholen. Am Montag ist Presidents Day und da bleiben die amerikanischen Börsen geschlossen.



Eine Gewinnwarnung von Nortel Networks zog den Glasfasersektor in die Verlustzone. Nortel selber verlor 33 Prozent an Marktwert. Das kanadische Unternehmen halbierte die Wachstumsprognosen für 2001 von 30 Prozent auf 15 Prozent. Es wird im ersten Quartal statt einem Gewinn von 16 Cents ein Minus von 4 Cents ausweisen. Auch die Ergebnisse von Unternehmen wie JDS Uniphase und Corning, die beide einen größeren Umsatzanteil mit Nortel erzielen, könnten gefährdet sein, meinen die Analysten.



Andere enttäuschende Quartalszahlen taten ihr Übriges, die Börsen nach unten zu drücken. Ob Dell Computer, Hewlett Packard, Novell oder Priceline: Analysten waren unzufrieden und Anleger verkauften. Die Experten sprechen von "wenig Transparenz", anhaltendem Verlustrisiko und kommen zunehmend zu der Erkenntnis, dass eine Erholung der Ergebnisse zur Jahresmitte nicht realistisch ist. Mit einer Wende dürfte frühestens gegen Ende des Jahres zu rechnen sein.



Freundlich tendierten zum Wochenausklang Aktien aus den Bereichen Haushaltswaren und Getränke.



Ebenfalls können Einzelhandelswerte wie Home Depot sowie Finanzwerte zulegen. Dies sind zwei Branchen, die im Umfeld sinkender Zinsen fast immer zu den Profiteuren gehören. Defensiv aber dennoch schwach tendieren die Aktien des Pharmakonzerns Schering-Plough. Die Gewinne könnten geringer ausfallen, weil die US Gesundheitsbehörde die Zulassung für ein neues Medikament verschoben hat.

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