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Verluste weiter Ausgebaut

Von dem New Yorker Sonnenschein bekommen die Börsen nicht viel mit. Die wichtigsten Börsenindizes stehen immer noch im Regen. Der Dow Jones Index hat seine Verluste weiter ausgebaut. Verantwortlich dafür sind vor allem IBM und United Technologies. Der Technologieindex Nasdaq wird von Qualcomm und Oracle in die Tiefe gezogen.

Technische Analysten scheinen recht zu behalten. Nach der gestrigen Warnung, dass der Nasdaq Index über 2250 Punkten schließen muss, um eine weitere Abwärtsbewegung zu vermeiden, tendiert das Börsensegment weiter schwächer und verliert bis Mittag bis auf 2180 Punkte. Stimmen werden lauter, die das Technologie Segment bereits unter 2000 Punkten sehen. Bis dahin sind jedoch noch rund zehn Prozent Luft.



Der Computersektor und der Dow Jones Index wird vor allem durch die Abstufung des Computerherstellers IBM belastet. Die Analysten vom Brokerhaus Salomon Smith Barney reduzierten das Kursziel des Unternehmens um fünf Dollar auf 135 Dollar. Außerdem wurden die Gewinn- und Umsatzschätzungen reduziert.



Für etwas Sonnenschein sorgte General Motors. Der Automobilhersteller hat auf einer Analystenkonferenz die Prognosen für das laufende Quartal bestätigt. Nach einem positiven Start in den Tag muss General Motors allerdings wieder an Wert abgeben und notiert zum Nachmittag nur noch leicht in der Pluszone.



Das ewige Sorgenkind der Wall Street, Lucent Technologis, kann auch heute nicht von guten Nachrichten profitieren. Der Hersteller von Zubehör für Telekommunikationsunternehmen hat seine weitere Finanzierung von 6,5 Milliarden Dollar vertraglich festgelegt. Trotz der nun etwas sichereren Zukunft für Lucent, verliert der Wert und dreht nach einem positiven Tagesstart in die Verlustzone.



Im Nasdaq muss der Telekomsektor Federn lassen. Qualcomm hatte gewarnt, dass die Auslieferung der Mobildienste der dritten Generation in Europa um zwei Jahre verzögert würde. Die Aktie verliert. Mit ihr Branchenkonkurrent Nortel.



Ein ähnliches Schicksal trifft den Anbieter von E-Commerce BEA Systems. Die Konsensschätzungen wurden mit einem Gewinn von zehn Cents pro Aktie um einen Cent zwar übertroffen. Mit einem Umsatz von 256 Millionen Dollar hat das Unternehmen die Prognosen um vier Millionen Dollar verfehlt. Ebenso wie Qualcomm verliert das Papier an Wert.



Die Erwartungen der Investoren für Sun Microsystems wurden enttäuscht. Der Serverhersteller hatte gestern nach Börsenschluss die Gewinnerwartungen für das laufende Quartal fast halbiert. Das Unternehmen prognostiziert einen Gewinn zwischen sieben und neun Cents pro Aktie. Sun notierte zu Börsenbeginn weit in der Verlustzone, konnte jedoch bis zum Mittag wieder an Wert gewinnen und die Verluste verkleinern. Das Papier notiert jedoch weiter im Minus.



Das Schicksal eines eher trüben Börsentages teilt Motorola mit Sun. Der Mobilfunkhersteller wird im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres voraussichtlich keinen Gewinn ausweisen können. Verantwortlich für den Verlust ist wie so oft das kränkelnde US-Wirtschaftswachstum.



Der Chiphersteller Intel und der Datenspeicherhersteller Network Appliance gaben einen weiteren Meilenstein in der siebenjährigen Kooperation der Unternehmen bekannt. Für rund eine Milliarde Dollar werden die beiden Technologieunternehmen Produkte und Dienstleistungen austauschen. Beide Aktien notieren jedoch schwächer.



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