Verluste zum Handelsschluss eingedämmt
Neuer Markt schließt sehr schwach

Am Frankfurter Neuen Markt sind die Kurse am Montag tief in den Keller gerutscht. Der Nemax 50 war bereits gegen Mittag unter die Marke von 1 200 Punkte gefallen.

dpa-afx FRANKFURT. Bis zum Börsenschluss dämmte der Auswahlindex Nemax 50 seine Verluste ein und verzeichnete schließlich ein Minus von 2,23 % bei 1 212,70 Zählern. Der alle Werte umfassende Nemax All Share verlor 1,45 % auf 1 159,59 Punkte.

"Nach der Aufwärtsbewegung der vergangenen Zeit kehrt jetzt langsam ein wenig Ruhe ein", sagte ein Händler in Frankfurt. "Der Markt ist ruhig, die Umsätze sind gering, es passiert fast gar nichts. Die institutionellen Anleger machen im November ihre Bücher zu, da passiert jetzt nichts mehr".

Die Aktien des angeschlagenen Medienkonzerns EM.TV verloren 4,90 Prozent auf 1,94 Euro. Das Unternehmen hatte zuvor seinen Quartalsbericht wegen eines Fehlers in der Buchhaltung korrigiert. Anders als am vergangenen Freitag bekannt gegeben habe der Verlust vor Zinsen und Steuern im Kerngeschäft Rechtehandel in den ersten neun Monaten bei 124,1 Mill. DM (63,5 Mill. Euro) und nicht bei 186,7 Mill. DM gelegen. Irrtümlich seien Aufwendungen in Höhe von 62,6 Mill. DM im falschen Segment verbucht worden.

Die Aktien der Senator Entertainment AG brachen um 18,84 Prozent auf 2,67 Euro ein. Am vergangenen Freitag hatte der Filmproduzent gewarnt, er werde im laufenden Jahr weniger verdienen als erwartet. Auch der Umsatz werde zurückgehen. Darüber hinaus müssten einige Filmstarts verschoben werden, um nicht mit den Verkaufsschlagern "Harry Potter" und "Herr der Ringe" zu konkurrieren. Danach senkten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die Gewinnschätzung je Aktie. Statt mit einem Gewinn von 0,47 Euro je Anteilsschein erwarten die Experten in diesem Jahr nun einen Verlust von 0,23 Euro je Aktie.

Die Aktien von Highlight Communications waren mit einem Plus von 4,47 Prozent auf 4,44 Euro der Toptitel im Nemax 50. Die Aktien profitierten von der Spekulation über den Wettstreit um die Rechte an der Fußball-Champions-League. Das Schweizer Medienunternehmen hält die Rechte bis zum Jahr 2003. Die UEFA will an diesem Mittwoch über die Vergabe bis 2006 entscheiden.

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