Vermarktung via Internet und Handy
Telekom will Bundesliga-Rechte fürs Web

Die Deutsche Telekom ist an den Rechten der Fußball-Bundesliga für die Vermarktung via Internet und Handy interessiert. "Wir sind an dem Teil der Bundesliga-Übertragungsrechte für die neuen Medien interessiert", sagte Telekom-Sprecher Jürgen Kindervater am Montag.

Reuters FRANKFURT/M. Das Interesse sei gegenüber potenziellen Bietern für die Fernsehübertragungsrechte signalisiert worden, sagte Kindervater weiter. Zum Stand der Gespräche machte er jedoch keine Angaben. Ein separater Verkauf der Übertragungsrechte für die Spiele über Kanäle wie den Telekom-Hochgeschwindigkeitsinternetzugang DSL und Dienste der neuen Handygeneration UMTS würde dem Beginn einer neuen Ära in der Vermarktung von Sportrechten gleichkommen.

Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass die Telekom gemeinsam mit der Tele München Gruppe ein Angebot der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgelegt habe. Nach Informationen der Zeitung haben die beiden Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro geboten, wobei der Anteil der Telekom zwischen 400 und 500 Millionen Euro liege.

Die Telekom wollte zu einem möglichen Gebotspreis keine Angaben machen. Die von der Zeitung genannten Preise wurden in den Kreisen als zu hoch eingestuft. "Das ist nur das Wunschdenken der Fußballclubs", hieß es in den Kreisen. "Der tatsächliche Preis könnte nur ein Bruchteil dessen sein". Die insolvente KirchMedia hatte vor zwei Jahren mehr als 1,5 Milliarden Euro für die Bundesligarechte bezahlt.

In den Telekom-Kreisen hieß es, das Unternehmen werde sich nicht darauf einlassen, feste Summen zu vereinbaren, sondern erfolgsabhängige Zahlungen leisten. "Wenn man ein langfristiges Modell denkt, dann kann man bei solchen neuen Diensten höchstens an Modelle denken, bei denen man sich die Einnahmen teilt", hieß es in den Telekom-Kreisen weiter.

Nach den Insolvenzanträgen von KirchMedia und KirchPayTV drängt die DFL auf eine Vergabe der Rechte für die künftige Fußball-Vermarktung bis zum 15. Juni und verhandelt früheren Angaben zufolge mit mehreren Partnern. Nach Angaben der Liga geht es in den Gesprächen um ein Gesamtpaket, das sich in zwei Bereiche gliedert: Die Rechte für das Bezahlfernsehen sowie die Rechte für das werbefinanzierte Fernsehen und die neuen Medien.

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