Vermehrte Schließungen von Hedge-Fonds wegen magerer Renditen
Hedge-Fonds geht das Geld aus

Schwache Performancewerte und launische Anleger haben eine zunehmende Zahl von Hedge-Fonds zur Aufgabe getrieben.

vwd NEW YORK. Nach einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Aufstellung von Credit Suisse First Boston Tremont Index LLC wurden in diesem Jahr bereits 223 der 1 757 in der so genannten TASS-Datenbank geführten Hedge-Fonds geschlossen. Daraus errechne sich eine Schließungsquote von 12,7 Prozent verglichen mit 4,8 Prozent im Vorjahr und 1,6 Prozent im Jahr 2000. CSFB/Tremont ist ein Joint Venture zwischen Credit Suisse First Boston und Tremont Advisers, die die Datenbank TASS betreiben.

Nach dem Boom der vergangenen Jahre, als viele Fondsmanager neue Hedge-Fonds auflegten, sei nun Ernüchterung eingetreten. Schwache Renditen machten es den Managern zunehmend schwieriger, neue Gelder einzusammeln. Nach Meinung von CSFB/Tremont-President Oliver Schupp wird die Schließungsrate noch steigen, insbesondere bei kleinen Fonds, da diese ihre Kosten nicht alleine durch die Verwaltungsgebühren von p.a. ein bis zwei Prozent der Anlagegelder decken könnten. Ein Großteil des Verdienstes stamme aus der Performance-Beteiligung von 15 bis 20 Prozent. Blieben Kursgewinne aus, werde es naturgemäß eng für die Fonds.

Selbst größere Fonds, die üblicherweise mit den Verwaltungsgebühren alleine gut wirtschaften könnten, hätten jetzt zu kämpfen und erwögen wegen der heftigen Verluste im Jahresverlauf eine Schließung. Denn die meisten Hedge-Fonds seien verpflichtet, das verlorene Geld zurückzugewinnen, bevor sie wieder Performancegebühren erhöben. Laut Schupp verlieren 80 Prozent der in der Datenbank registrierten Fonds derzeit Geld. Branchenweit erwartet er für dieses Jahr die Schließung von 700 bis 800 Hedge-Fonds.

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