Verminderte Ertragssteuern
Deutsche Bank Gewinn übertrifft Analystenerwartung

Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 vor allem auf Grund eines starken Handelsergebnisses und sinkender Verwaltungskosten deutlich mehr verdient als in den letzten drei Monaten 2000 und damit die Analystenerwartungen übertroffen.

rtr FRANKFURT. Der Gewinn nach Steuern sei um 77 % auf 1,026 Mrd. ? gestiegen, teilte die Bank am Donnerstag mit. Getrieben wurde dieser Anstieg durch eine Verbesserung des Handelsergebnisses um 86 % auf 2,719 Mrd. ? zum Vorquartal. Veränderte Rechnungslegungsvorschriften hätten ebenfalls zu dem höheren Ergebnis beigetragen, hieß es weiter.

Der Aktienkurs reagierte mit Kursgewinnen

Der Vorsteuergewinn belief sich auf 1,446 Mrd. ?, was ebenfalls einem Plus von 77 % zum Vorquartal entspricht. Beim Provisionsüberschuss legte die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorquartal moderat um zwei Prozent auf 2,744 Mrd. ? zu. Der Verwaltungsaufwand ging im gleichen Zeitraum auf 5,527 Mrd. ? zurück, die Risikovorsorge sank um 8 %auf 184 Mill. ?.

Das Handelsergebnis unterstreiche die führende Stellung der Deutschen Bank im Bereich Investmentbanking, teilte das Kreditinstitut weiter mit. Die Erträge dieses sehr marktabhängigen Bereichs schlagen sich vor allem im Handelsergebnis nieder. Im vergangenen Jahr hatte das Investmentbanking mehr als 60 % zum Gesamtergebnis der Bank beigetragen. Trotz des schwachen Marktumfeldes hatte der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer zuletzt davon gesprochen, dass sich der Bereich Investmentbanking weiter gut entwickele. "In einem schwierigen Umfeld haben wir erneut unsere stabile und hohe Ertragskraft bewiesen", schrieb Breuer am Donnerstag zur Vorlage des Quartalsberichtes.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Daneben trugen auch veränderte Rechnungslegungsvorschriften zum guten Ergebnis bei. Der Gewinn sei durch neue IAS-Regelungen um 234 Mill. ? verbessert worden. Das gute Handelsergebnis sei vor allem durch den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Devisen sowie auf die Erstanwendung der neuen IAS-Rechnungslegungsvorschrift für Absicherungsgeschäfte mit Nicht-Handelsaktiva erzielt worden, teilte die Bank mit.

Gegen das starke erste Quartal des Jahres 2000 konnte die Bank beim Ergebnis nach Steuern ebenfalls zulegen. Der Wert hatte damals bei 960 Mill. ? gelegen. Beim Gewinn vor Steuern verzeichnete die Deutsche Bank im Jahresvergleich jedoch einen Rückgang. Im ersten Quartal 2000 hatte dieser Wert bei 1,637 Mrd. ? gelegen.

Mit den Quartalszahlen übertraf die Deutsche Bank deutlich die Erwartungen von Analysten, die beim Gewinn nach Steuern im Durchschnitt mit einem Wert von 628 Mill. ? und beim Vorsteuerergebnis mit 983 Mill. ? gerechnet hatten.

Hier der vollständige Quartalsbericht

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