Vermisste befinden sich offenbar in der Hand von Terroristen: Verschollene in der Sahara offenbar entführt

Vermisste befinden sich offenbar in der Hand von Terroristen
Verschollene in der Sahara offenbar entführt

Österreichs Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sagte am Wochenende in Salzburg nach ihrer Rückkehr aus Algerien: "Es gibt eine Nachricht, dass die Vermissten am 8. April noch am Leben waren." Dies sei Anlass zur Hoffnung, nicht aber zur Euphorie. Die Behörden in Algerien wüssten noch immer nicht, wo sich die Vermissten aufhalten.

HB BERLIN/ALGIER. Das Wiener Außenamt ergänzte: "Es gibt Nachricht, wann und wo diese Menschen waren." Der Leiter der Sondermission im Außenamt, Thomas Buchsbaum, sagte: "Die ganze Gruppe der europäischen Touristen ist dort gewesen und hat dort gelebt." Einzelheiten wollte er vorerst nicht nennen. Es gebe eindeutige Anzeichen, dass alle am Leben waren. Die erste Gruppe der Sahara-Reisenden war am 21. Februar verschwunden.

Nach einem Medienbericht gilt es mittlerweile als sicher, dass die Touristen entführt wurden. Inzwischen hätten die algerischen Behörden Berlin mitgeteilt, sie seien überzeugt, dass islamistische Terroristen hinter dem Verschwinden steckten. Generalbundesanwalt Kay Nehm soll Anfang April ein Ermittlungsverfahren gegen eine unbekannte ausländische terroristische Vereinigung eingeleitet haben. Die Bundesanwaltschaft war am Wochenende nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), der am vergangenen Dienstag als erstes Kabinettsmitglied nach Algerien gereist war, sagte: "Wir können leise Hoffnungen haben, dass die Vermissten am Leben sind."

Quelle: Handelsblatt

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