Vermittlung soll über Arbeitsmarkt-Agentur geschehen
Babcock entlässt 815 Mitarbeiter

Der zahlungsunfähige Maschinenbaukonzern Babcock Borsig hat am Mittwoch seine Angaben über die Zahl der Entlassungen präzisiert.

HB/dpa OBERHAUSEN. Im Bereich der 25 Gesellschaften unter dem Insolvenzverwalter Helmut Schmitz würden bereits an diesem Freitag 623 Beschäftigte der insgesamt rund 4 200 Beschäftigten entlassen, teilte die Babcock Borsig AG mit. 388 dieser Mitarbeiter werde der Eintritt in die "GeBeWe Standardkessel Transfergesellschaft GmbH" angeboten. 235 Beschäftigte würden sofort freigestellt und zum Jahresende gekündigt, berichtete das Unternehmen.

Um die Vermittlung dieser Arbeitnehmer werde sich eine Arbeitsmarkt-Agentur kümmern, die von der Landesregierung eingerichtet worden sei. Bis zum Jahresende rechnet der Vorstand mit weiteren 192 Entlassungen. Insgesamt beläuft sich damit die Gesamtzahl der geplanten Entlassungen auf 815.

Keine Rechtssicherheit gebe es bislang für die 430 Beschäftigten der Balcke Dürr Service GmbH in Ratingen, hieß es weiter. Der vom Insolvenzverwalter Helmut Schmitz angebotene Interessenausgleich und Sozialplan, der die von den Betriebsräten aller anderen Gesellschaften geforderten Bedingungen enthielt, sei vom Betriebsrat der Babcock-Tochter abgelehnt worden. Balcke Dürr war die einzige größere Tochter der Babcock Borsig AG, bei der das Amtsgericht Duisburg die Eigenverwaltung abgelehnt hatte.

Erstaunlicherweise hätten sich ein Mitgeschäftsführer und der Betriebsratsvorsitzende dem Gericht gegenüber schriftlich gegen die Eigenverwaltung ausgesprochen, sagte Schmitz. "Damit ist die Zukunft der Arbeitsplätze völlig ungewiss", sagte Vorstandschef Horst Piepenburg. Nach Angaben eines Sprechers soll nun weiter verhandelt werden.

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