Vermögensverwaltung boomt: Rentenhandel lässt Goldman Sachs frohlocken

Vermögensverwaltung boomt
Rentenhandel lässt Goldman Sachs frohlocken

Ein überraschend starker Rentenhandel hat der zu den führenden US-Investment-Banken zählenden Goldman Sachs Group in den ersten drei Monaten ihres laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 (zum 30. November) mehr Gewinn als vor einem Jahr beschert. Dieser fiel höher aus, als von Analysten erwartet wurde.

Reuters NEW YORK. Goldman teilte am Donnerstag in New York mit, im Geschäft mit Renten, Devisen und Rohstoffen (FICC) habe das Institut ein Rekordquartal verzeichnet. Die Einnahmen seien hier per Ende Februar um 54 % gesteigert worden und hätten die Schwäche im Aktienhandel ausgeglichen. Finanzchef David Viniar dämpfte jedoch zu hohe Erwartungen mit dem Hinweis, dass der Bestand an Investment-Bank-Aufträgen im Verlauf des Quartals gesunken sei.

Goldman-Sachs Aktien verloren im Vormittagshandel an der Wall Street 2,1 % auf 68,80 Dollar. Im Verlauf des ersten Quartals zum 28. Februar 2003 hat das Papier 11,9 % an Wert verloren.

Den Reingewinn wies Goldman für die drei Monate mit 662 Mill. nach 524 Mill. Dollar in der Vorjahreszeit aus. Dieser entspreche einem Gewinn je Aktie von 1,29 (0,98) Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn pro Anteilschein von 0,96 Dollar vorausgesagt.

Die Gesamteinnahmen stiegen nach Angaben der Investmentbank um 16 % auf 4,19 Mrd. Dollar. Die Erträge aus Handel und Investment, einschließlich des Eigenhandels wuchsen auf 2,15 Mrd. von 1,33 Mrd. Dollar vor einem Jahr. Im Investment-Bank-Geschäft schrumpften die Einnahmen dagegen um 20 % auf 718 Mill. Dollar.

Im FICC-Bereich stiegen die Einnahmen dank lebhafter Kundennachfrage um 54 % auf 1,88 Mrd. Dollar. Auch im Aktienhandel wurde mit 349 Mill. nach 105 Mill. Dollar im Vorjahr wieder mehr eingenommen. Goldman wies jedoch darauf hin, dass das Ergebnis im ersten Quartal des vergangenen Jahres durch die negativen Auswirkungen eines einzelnen Geschäfts belastet worden sei.

Im Verlauf des ersten Quartals hat Goldman nach den Worten Viniars 700 Arbeitsplätze abgebaut. Er gehe jedoch davon aus, dass das Institut zum Jahresende wieder etwa so viele Beschäftigte wie zum Beginn des Finanzjahres 2002 mit 19 740 haben werde, da Goldman neue Kollegen und Hochschulabgänger einstelle, um Entlassungen auszugleichen.

"Wenn die Entwicklung verläuft, wie wir hoffen mit einer sich zum Jahresende beschleunigenden Erholung, dürfte das Ergebnis etwa auf dem Vorjahresniveau liegen", fügte er hinzu.

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