Vermögenswirksame Leistungen waren der Hauptstreitpunkt
Tarifverhandlungen im Einzelhandel sind gescheitert

Mainz (AP) Die Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten des rheinland-pfälzischen Einzelhandels sind am Dienstagabend endgültig gescheitert. In den mehr als sechsstündigen Gesprächen in Mainz konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht über die umstrittene Anhebung der vermögenswirksamen Leistungen zur Altersvorsorge verständigen. `Dies ist eine Provokation und eine tarifpolitische Bankrotterklärung der Arbeitgeber", sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, Uwe Klemens. Nun herrsche im rheinland-pfälzischen Einzelhandel ein tarifloser Zustand. Nach Angaben von HBV und Deutscher Angestellten-Gewerkschaft hatten die Arbeitgeber am Dienstag lediglich eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent angeboten. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich am 16. Juni in Rheinland-Pfalz bereits auf eine Lohnerhöhung in diesem Volumen verständigt. Der Tarifabschluss sah aber zudem die Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen um 20 Mark vor. Dies war auf Kritik der bundesweiten Einzelhandelsverbände gestoßen. Die rheinland-pfälzischen Arbeitgeber mussten den Abschluss daraufhin widerrufen. Der Verhandlungsführer der DAG, Dirk Reimers, kritisierte nach dem Scheitern der Verhandlungen, die rheinland-pfälzischen Arbeitgeber hätten sich mit ihrem Verhalten aus der regionalen Tarifautonomie verabschiedet. Die Tarifkommissionen von HBV und DAG würden nun am kommenden Montag über ihr weiteres Vorgehen beraten. In den vergangenen Tagen hatten landesweit rund 2.300 Einzelhandelsbeschäftigte die Arbeit niedergelegt.

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