Vermutlich Herzversagen
Kabarettist Matthias Beltz gestorben

Der Kabarettist und Grimme-Preisträger Matthias Beltz ist am Mittwoch in Frankfurt am Main gestorben. Der 57-Jährige sei tot in seiner Wohnung im Stadtteil Sachsenhausen gefunden worden, teilte die Polizei mit. Todesursache war nach ersten Ermittlungen vermutlich Herzversagen. Er hatte am Abend im Frankfurter Varieté Tigerpalast auftreten sollen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Beltz war unter anderen mit dem Adolf-Grimme-Preis (1993), dem Deutschen Kabarett-Preis (1991) und dem Deutschen Kleinkunstpreis (1993) ausgezeichnet worden. In seinen hintergründigen Texten hatte er stets die politische Lage im Blick. In den 70er Jahren gehörte Beltz neben dem heutigen Außenminister Joschka Fischer (Grüne) und dem späteren Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit zu den Protagonisten der Frankfurter Hausbesetzerszene.

Sein Weg zum Kabarett begann 1976 mit der Gründung von "Carl Nepps Chaos Theater", aus dem 1982 mit zwei Mitspielern das "Vorläufige Frankfurter Front-Theater" entstand. Das Trio gehörte zu den erfolgreichsten Kabarettgruppen der linken Studentenszene. Neben dem Kabarett auf Kleinkunstbühnen und zahlreichen Fernsehengagements veröffentlichte er mehrere satirische Bücher. Beltz war seit 1998 verheiratet.

Verantwortliche des Tigerpalasts hätten in der Wohnung von Beltz nachgeschaut, als er nicht zu seinem Auftritt kam, berichtete die Polizei. Dabei sie die Leiche gefunden worden; ein Notarzt habe schließlich die Beamten verständigt.

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