Vermutlich islamisch-extremistischer Hintergrund
Holländische Familie entkam Autobomben-Anschlag

Eine holländische Familie ist in Saudi-Arabien knapp einem Anschlag mit einer Autobombe entkommen. Der Vorfall habe sich bereits Ende November in der Nähe der Hafenstadt Dschidda ereignet, war am Dienstag aus der niederländischen Botschaft zu erfahren.

HB/dpa RIAD. In den vergangenen zwei Jahren sind bei Anschlägen auf westliche Ausländer in Saudi-Arabien drei Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Zuletzt kam im September bei der Explosion einer Autobombe in Riad ein Deutscher ums Leben. Die saudischen Behörden machen Alkoholschmuggler für die Anschlagserie verantwortlich. Westliche Beobachter gehen jedoch von einem islamisch-extremistischen Hintergrund aus.

Nach Angaben aus der Botschaft überlebte die Familie den Anschlag nur, weil es sich um eine primitiv gebaute Bombe gehandelt habe. Die Bombe, die an der Unterseite des Autos angebracht war, zündete wegen des Regens nicht richtig. Es entstand heftiger Rauch, und die Familie flüchtete aus dem Fahrzeug, das kurz darauf in Flammen stand. Westliche Ausländer leben in Saudi-Arabien fast ausschließlich in abgeschlossenen Siedlungen. In einigen werden Autos an den Toren routinemäßig auf Autobomben untersucht.

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