Archiv
Vermutlich nur drei Tote bei Unfall in KerkradeDPA-Datum: 2004-06-26 09:58:32

Den Haag/Aachen (dpa) - Bei dem schweren Lastwagenunglück im niederländischen Grenzort Kerkrade sind nach jüngsten Erkenntnissen der Polizei weniger Menschen getötet worden als anfänglich vermutet.

Den Haag/Aachen (dpa) - Bei dem schweren Lastwagenunglück im niederländischen Grenzort Kerkrade sind nach jüngsten Erkenntnissen der Polizei weniger Menschen getötet worden als anfänglich vermutet.

Wie ein Polizeisprecher am frühen Samstagmorgen mitteilte, befanden sich in dem Fahrerhaus des Unglücks-LKW außer dem Fahrer offenbar keine weiteren Personen. Bislang sei nur die Leiche des Fahrers geborgen worden. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern in dem zerstörten Wohn- und Geschäftshaus, in das der Lastwagen am Freitagmittag gerast war, wurde in der Nacht unterbrochen. Sie soll am Samstagvormittag um 11.00 Uhr fortgesetzt werden. Die Polizei vermutet noch zwei Tote unter den Trümmern.

Der deutsche Lastwagen war am Mittag offenbar ungebremst in das Gebäude gerast. Das 16 Meter lange Fahrzeug bohrte sich zehn Meter tief in das Haus und fing dort Feuer. Zur Unglücksursache konnte die Polizei auch am Samstagmorgen noch keine genauen Angaben machen. Möglicherweise habe der Fahrer wegen des hohen Gewichts der Ladung die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, sagte ein Sprecher. Der LKW war mit schweren Stahlplatten beladen.

Zeugen hatten ausgesagt, dass der Fahrer vor dem Aufprall gehupt und aus der offenen Tür geschrien habe, dass die Bremsen defekt seien. Dann war der schwere Lastwagen in der Kurve geradeaus in das Haus gerast. Ein Reporter berichtete später von dicken schwarzen Spuren auf dem Asphalt der Straße. «Offenbar hat der Fahrer alles getan, um das Tempo seines Wagens zu verringern», kommentierte er.

Ein Anwohner hatte einen lauten Knall gehört, war ins Freie gerannt und dabei «in eine Wolke von Staub und Qualm» geraten, wie er erzählte. Er war der erste, der Alarm schlug und damit eine internationale Rettungsaktion auslöste. Deutsche Feuerwehren waren bald neben niederländischen vor Ort, ein deutscher Rettungshubschrauber war schnell am Platz, und später brachten auch belgische Fahrzeuge Löschwasser.

«Es war zunächst ein kleiner Brand, der hat sich ganz schnell ausgebreitet», sagte Feuerwehrmann Rene van der Valk. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Lastwagen Gasleitungen beschädigte. Zudem sei Benzin ausgetreten, beides habe sich entzündet. Für zwei Personen, die sich in dem Geschäft im Erdgeschoss aufgehalten haben sollen, besteht keine Hoffnung mehr. Am Samstagvormittag will die Polizei die Suche nach ihnen in dem zerstörten Gebäude fortsetzen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%