Vermutlich über 90 Tote in illegal betriebener Kohlenmine
Nach Grubenunglück in China 38 Tote geborgen

Nach dem Bergwerksunglück in der ostchinesischen Provinz Jiangsu sind bis zum Dienstagmorgen mindestens 38 Bergleute tot geborgen worden. Wie die staatliche chinesische Presse am Dienstag berichtete, wurden 55 weitere noch vermisst. Es bestand kaum noch Hoffnung, sie lebend zu finden.

afp PEKING. 13 Bergleute konnten gerettet werden, nachdem am Sonntag eine heftige Explosion die Mine in dem Dorf Gangzi erschüttert hatte. Sie seien außer Lebensgefahr, berichtete die Tageszeitung "China Daily". Die Mine war von ihrem Betreiber am 15. Juli illegal wieder eröffnet worden, nachdem sie einen Monat zuvor aus Sicherheitsgründen geschlossen worden war. Rettungshelfer versuchten am Dienstag noch immer, in dem eingestürzten Schacht voranzukommen. Insgesamt waren um Zeitpunkt der Detonation 106 Menschen unter Tage.

In der Volksrepublik China ereignen sich häufig Grubenunglücke. Im vergangenen Jahr starben dabei nach amtlichen Angaben mehr als 5 300 Menschen, unabhängigen Schätzungen zufolge waren es 10 000. Die Regierung in Peking hat begonnen, Tausende kleiner Gruben zu schließen, vor allem, um die Preise stabil zu halten und die Sicherheitsstatistik aufzupolieren. Viele Bergwerke öffnen aber nach kurzer Zeit wieder - meist werden sie dann illegal betrieben.

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