Vernichtung der gespeicherten Telefonnummern
Sirven zerkaute Handy-Chip bei Festnahme

Reuters PARIS. Der ehemalige Elf-Manager Alfred Sirven hat französischen Zeitungsberichten zufolge bei seiner Verhaftung den Chip seines Mobiltelefons zerkaut. Damit habe er verhindern wollen, dass die Polizei an die darin gespreicherten Telefonnummern gelangen könne, berichteten "Le Figaro" und "Liberation" am Dienstag. "Le Figaro" zitierte Angaben des philippinischen Polizisten James Tosoc, Sirven sei nach seiner Festnahme angerufen worden. "Nachdem er aufgelegt hatte, öffnete er das Telefon und schob die SIM-Karte zwischen seine Zähne. Er kaute darauf herum, um sie zu zerstören. Ich glaube, er hat sie sogar heruntergeschluckt." Die "Liberation" berichtete ebenfalls, Sirven habe den Chip verschluckt.

Der 74-jährige Sirven war einst der zweite Mann an der Spitze von Elf Aquitaine - jetzt TotalFinaElf - und gilt als Schlüsselfigur in der Elf-Schmiergeldaffäre. Vermutete Schmiergeldzahlungen des Konzerns spielen auch in der CDU - Spendenaffäre eine Rolle. Sirven war am Freitag nach mehrjähriger Flucht auf den Philippinen gefasst und nach Frankfurt geflogen worden. Es wurde erwartet, dass er nach einer Befragung durch den Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages an Frankreich ausgeliefert werden wird. Dort wird ihm in Abwesenheit der Prozess gemacht.

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