Veröffentlichungen über ihr Privatleben
Schröder-Köpf schließt Klage gegen Bauer-Verlag nicht aus

afp BERLIN. Die Ehefrau von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Doris Schröder-Köpf, schließt eine Klage gegen den Bauer-Verlag wegen Veröffentlichungen über ihr Privatleben nicht aus. Bisher gebe es aber nur eine Ankündigung möglicher juristischer Schritte, sagte eine Regierungssprecherin am Montag in Berlin. Es habe einen Briefwechsel mit dem Verlag gegeben. Die Auseinandersetzung sei noch nicht abgeschlossen. Auch die Möglichkeit einer Klage bestehe. Schröder-Köpf hatte sich über eine gezielte Medienkampagne des Verlages gegen ihre Familie beklagt. Die Kanzlergattin hatte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" gesagt, in einigen Zeitschriften des Bauer-Verlags würden Geschichten über sie und ihren Mann frei erfunden. Sie habe den Verdacht, dass die Gerüchte von interessierter Seite in Berlin gezielt gestreut würden. "Da läuft eine Kampagne mit dem Ziel, meinen Mann herabzusetzen." Geschichten um ein angebliches "Baby-Drama" bei den Schröders in der "Neuen Post" oder von der "blonden Leibwächterin", die dem Kanzler zu nahe gekommen sei, seien frei erfunden. Daher erwäge sie juristische Schritte. "Wir haben es erst auf friedlichem Weg versucht, vergeblich." Jetzt würden sie sich mit Anwälten beraten. Schröder-Köpf lebt mit ihrer Tochter Klara, die sie von der Öffentlichkeit abschirmt, in Hannover.

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