Verordnung zugestimmt
Bundesrat öffnet Weg für Förderung von Biomasse-Strom

ap BERLIN. Umweltfreundlicher Strom aus Biomasse wie Holz, Bioabfall oder Gülle wird künftig einheitlich gefördert. Nach dem Bundesrat stimmte am Freitag auch der Bundestag der Biomasse-Verordnung zu. Somit könne die Regelung, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ergänzt, noch im Juni in Kraft treten, erklärte das Bundesumweltministerium. Es erwartet, dass nun Milliardeninvestitionen in Schwung kommen und langfristig Biomasse-Kraftwerke erheblich zum Klimaschutz beitragen.

Schon im EEG wird Betreibern von solchen Kraftwerken für die Einspeisung ihres Stroms ins öffentliche Netz ein Festpreis von 17 bis 20 Pfennig pro Kilowattstunde zugesichert - abhängig von der Größe der Anlage. Unklar war bisher allerdings, was als förderwürdige Biomasse gilt. Monatelang wurde darum gestritten, ob auch altes, möglicherweise mit Chemikalien belastetes Holz in geförderten Anlagen verfeuert werden darf. Dafür enthält die Verordnung nun strenge Auflagen.

"Vom Landwirt als Ölscheich"

SPD und Grüne begrüßten, dass die Verordnung nun in Kraft treten kann. Damit könne die "Vision vom Landwirt als Ölscheich" Wirklichkeit werden, erklärte die Grüne Energieexpertin Michaele Hustedt. `Mit einem Investitionsvolumen von mindestens zwei Milliarden Mark in den nächsten drei Jahren wird ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Schaffung vieler Tausend neuer Arbeitsplätze geleistet", erklärte Hustedt.

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