Verpflichtung auf Ökologie soll wieder mehr Wähler bringen
Kuhn will Grüne zurück zu den Wurzeln führen

ap BERLIN. Der Grünen-Vorsitzende Fritz Kuhn will seine Partei wieder mehr auf das Thema Ökologie verpflichten. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Grünen wieder stärker werden, wenn sie klar auf das Thema Ökologie setzen", sagte er der Berliner "Tageszeitung" (Samstagausgabe). Obwohl dies eines der wichtigsten Modernisierungsthemen in Deutschland sei, sei es in den vergangenen Jahren zu sehr Angelegenheit von Fachpolitikern gewesen. Ökologie sei "gut für die Umwelt und schafft Arbeitsplätze".

Die Grünen müssten zeigen, dass Ökologie und soziale Gerechtigkeit zusammengehörten. Vorwürfen, seine Partei sei zu angepasst, widersprach der Vorsitzende. "Ich halte die Vorstellung für falsch, der rot-grünen Regierung geht es umso besser, je mehr Zoff SPD und Grüne miteinander haben." Dennoch warnte Kuhn vor einer Reformmüdigkeit. Es sei ein großer Fehler, wenn sich die Regierung auf ihren Lorbeeren ausruhe, mit den Grünen sei dies nicht zu machen. Schröder wisse aber selbst, `dass eine Reformpause gefährlich für seine Partei wäre".

Kuhn verteidigte das Vorgehen der Regierung in der BSE-Krise. Das Tiermehlverbot sei eine dringende Sofortmaßnahme gewesen, aber "noch kein Ausweg aus der Krise". Diese biete aber die Chance, zu einer anderen Landwirtschaft zu kommen. Notwendig sei die Förderung des biologischen Landbaus und der artgerechten Tierhaltung. Allerdings gebe es in Deutschland "einen agrarindustriellen Komplex mit viel Macht, großem Einfluss und einer starken Lobby", sagte Kuhn.

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