Verquickung von Abgeordnetenmandat und Unternehmertum
CSU-Abgeordneter verzichtet auf Bundestagskandidatur

Der oberbayerische CSU-Abgeordnete Josef Hollerith verzichtet auf eine weitere Kandidatur für den Bundestag, nachdem ihm die Annahme eines 200 000-?-Honorars vorgeworfen wurde. "Ich gebe diese Kandidatur an meine Partei zurück, um Schaden von meiner Familie und der CSU abzuwenden", erklärte der 47-Jährige am Mittwoch.

dpa ALTÖTTING. Hollerith, Aufsichtsrat der Ebersberger Firma MWG-Biotech, soll nach Medienberichten von dem Unternehmen im Jahr 2001 ein Beraterhonorar von 200 000 ? erhalten haben. Der Abgeordnete, der seit 1990 dem Bundestag angehörte, betonte, seine Tätigkeit sei durch das Abgeordnetengesetz voll gedeckt. Dennoch sei es ein Fehler gewesen, in den Aufsichtsrat einzutreten, da dadurch der Eindruck einer Verquickung von Abgeordnetenmandat und Betätigung als mittelständischer Unternehmer entstehen konnte.

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