Archiv
Verregneter Handelsauftakt

Die Wall Street eröffnet einheitlich im Minus. Die Umsatzwarnung bei Intel verdirbt den Anlegern die Wochenendvorfreude. Nachdem den Nasdaq Index am Morgen verschiedene schlechte Nachrichten Punkte kosten, sollte ein Turnaround im Handelsverlauf schwierig sein. Sowohl der Chipsektor als auch die Branche der Netzwerkausrüster und B2B-Unternehmen geraten unter Druck.

Auch die vorbörslich veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Februar können die Stimmung auf dem Parkett nicht aufhellen. Wie bereits im Januar liegt die Arbeitslosenquote in den USA auch im Februar unverändert bei 4,2 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen stärker als erwartet um 0,5 Prozent an. Gegenüber dem Vormonat wurden zwar weniger neue Stellen geschaffen, allerdings lagen die Zahlen über den Erwartungen. Im Februar wurden 135.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Analysten hatten durchschnittlich mit 75.000 Stellen gerechnet.



Intel

setzt den Chipsektor mit einer Umsatzwarnung unter Druck. Neben dem weltgrößten Chiphersteller leiden am Morgen auch Texas Instruments, Broadcom und Micron unter der enttäuschenden Nachricht. Denn nicht nur Intel sondern auch den Konkurrenten dürften die geringeren Verkaufszahlen von PC-Herstellern und Telekommunikationsausrüstern zu schaffen machen. Schuld an dieser Entwicklung ist - wie an so vielem zurzeit - die abkühlende US-Konjunktur.



Neben Intels Umsatzwarnung belasten negative Analystenkommentare am Morgen die Branche. Prudential Securities reagierte prompt und stufte die Aktie von "akkumulieren" auf "halten" ab. Am Kursziel von 30 Dollar halten die Analysten dennoch fest. Die Experten von Lehman Brothers bestätigen die Aktie auf "Market Performer", senkt jedoch die Gewinnerwartungen für das laufende und kommende Geschäftsjahr. Die Einstufung als Marketperformer wird beibehalten.



Doch nicht nur der Chipsektor dürfte zum Wochenschluss unter Druck geraten. Auch Spekulationen um Cisco nehmen den Anlegern einen Teil der Wochenendvorfreude. Laut Gerüchten werde nun auch der weltgrößte Netzwerkausstatter Arbeitsplätze abbauen und Arbeitnehmer entlassen. Ähnlich wie Intel wolle auch Cisco rund 5000 Arbeitsplätze streichen. Die Aktie notiert im Minus.



Unter Druck gerät am Morgen auch der Sektor der Mobilfunkanbieter. Motorola leidet am Morgen unter einer Abstufung von Brokerhaus Merrill Lynch. Die Analysten stufen die Aktie des Handy- und Chipherstellers von "langfristig kaufen" auf "langfristig akkumulieren" ab. Die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr werden drastisch von 50 auf 15 Cents pro Aktie reduziert. Es gebe Anzeichen, dass das Geschäft mit Handys, Chips und Infrastruktur weiterhin belastet werden könnte. Neben Motorola notieren auch Ericsson und Nokia im Minus.



Ebenfalls im Minus notiert der Dow Jones Index. Intel, IBM und Microsoft verlieren an Wert. Gefragt sind dagegen zum Wochenschluss mal wieder die defensiven Werte. Vor allem Pharmaaktien wie Merck können Punkte gut machen. Ebenfalls im Plus notiert Philipp Morris.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%