Verschenkte Goldmedaille
Emmons trifft die falsche Scheibe

Matthew Emmons hat beim Dreistellungskampf der Schützen die Goldmedaille verschenkt. Der US-Amerikaner zielte bei seinem letzten Schuss auf die falsche Scheibe.

HB ATHEN. Sportschütze Matthew Emmons hat seine zweite Olympia-Goldmedaille durch einen haarsträubenden Fehler verschenkt. Der US-Amerikaner traf die falsche Scheibe. «Er hat auf die Zielscheibe auf Bahn drei vom Österreicher Christian Planer statt auf seine auf Bahn zwei gezielt. Deswegen mussten wir für ihn eine Null werten», sagte der olympische Schützen-Wettkampfchef Vasileios Delios: «So etwas hat es wohl noch nie im Schießen gegeben, erst recht nicht im letzten Schuss eines Olympia-Finals.»

Der Olympiasieger im 60-Schuss-Liegendkampf war mit 3,0 Ringen Vorsprung in den letzten Finalschuss im Dreistellungskampf gegangen, schoss, doch seine Trefferanzeige gab eine Null an. «Ich habe doch geschossen», sagte Emmons ratlos. Alle glaubten an einen Patronenfehler und eine Wiederholung des Schusses, ehe die Jury den unglaublichen Fehler aufklärte. So wurde der Chinese Zhanbo Jia Olympiasieger und Emmons, dem eine lächerliche 7,2 im letzten Schuss zu Gold gereicht hätte, blieb nur der achte und letzte Finalplatz.

Emmons verschwand nach seinem Missgeschick wortlos von der Anlage.

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