Archiv
Verschlechterte "Gewinn-Chemie" für Bayer

Nach dem Zwischenbericht und einer Analysten-Telefonkonferenz zu den bisherigen Ergebnissen 2001 revidierten die Investmenthäuser Lehman Brothers und M.M. Warburg ihre kurzfristigen Gewinnschätzungen.

ddp-vwd FRANKFURT/M. Für manche Börsenanalysten stimmt derzeit die Gewinn-Chemie bei Bayer nicht mehr. Nach dem Zwischenbericht und einer Analysten-Telefonkonferenz zu den bisherigen Ergebnissen 2001 revidierten am Freitag die Investmenthäuser Lehman Brothers und M.M. Warburg ihre kurzfristigen Gewinnschätzungen für den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern.

Lehmmann Brothers senkten das faire Kursziel der Bayer-Aktie von 42 auf 40 Euro (78,40 Mark) ab. Die Analysten gehen für 2002 nur noch von einem Gewinn je Aktie von 0,68 Euro nach zuvor 1,04 Euro aus. Für 2003 rechnen sie mit 1,31 (1,41) Euro Ertrag pro Wertpapier. Die Drittquartalsergebnisse des Konzerns seien schwach gewesen, hieß es zur Begründung in Frankfurt am Main. Auch zeigten sie nicht, dass sich bei Bayer an der Einstellung materiell etwas geändert habe.

Anlageempfehlung "Halten"

Die Analysten vom M.M. Warburg nahmen ihre Ergebnisschätzung für dieses Jahr auf rund 1,10 Euro von 1,36 Euro je Aktie zurück. Für 2002 sehen sie dann wieder etwa 1,70 Euro. Sie bestätigen zugleich ihre Anlageempfehlung "Halten", da sie eine Erholung der Chemiekonjunktur in der zweiten Jahreshälfte erwarten. Für 2003 seien dann 2,18 Euro Gewinn je Aktie unter der Annahme, dass das neue Potenzmittel Vardenafil plangemäß zugelassen wird, "eher konservativ vorsichtig" geschätzt.

Auf dem Analystenmeeting hatte Bayer die Planungen und ersten Erfolge seines Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms präsentiert. Danach sollen nach Nettoersparnissen von über 500 Millionen Euro in diesem Jahr 2002 bereits eine Milliarde an Einsparungen realisiert werden. Bis 2005 solle die jährliche Ersparnis auf 1,8 Milliarden Euro steigen. Angesichts der Anfangserfolge gebe sich das Bayer-Management sehr zuversichtlich, hieß es. Das Ergebnis vor Sondereffekten solle unabhängig von einer konjunkturellen Erholung über dem diesjährigen Niveau liegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%