Verschlechterung der Geschäftssituation
Preussag stehen rote Zahlen ins Haus

Die Preussag AG wird aller Voraussicht nach bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am Mittwoch einen Verlust ausweisen. Bedingt sein dürfte dies vor allem durch eine Verschlechterung der Geschäftssituation in der Sparte Touristik. Aber auch in der Logistik und im Industriebereich sowie bei den Energie-Aktivitäten wird sich die Ertragslage nach Meinung von Analysten gemäßigt haben.

vwd HANNOVER. Die von vwd befragten Analysten erwarten im Durchschnitt einen Umsatzminus um 15 Prozent auf 3,947 Milliarden Euro und einen Fehlbetrag beim Spartenergebnis von 69,6 Millionen Euro, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Gewinn von 25 Millionen Euro verbucht wurde.

Vor allem der Tourismus-Bereich wird der Preussag, die sich im kommenden Monat in TUI AG umbenennen wird, erhebliche Verluste beschert haben. So ist in der Branche das erste Quartal generell schon schwach auf Grund von zu erbringenden Vorleistungen für die Sommersaison. Für die vergangene Wintersaison, die auch das erste Quartal umfasst, hatte der Konzern bereits einen Buchungsrückgang von 10,9 Prozent bekannt gegeben. Analyst Raimon Kauffeld von der DZ Bank geht davon aus, dass der Tourismus-Sektor mit minus 149 Millionen Euro nach minus 107 Millionen Euro im Vorjahresquartal belasten wird.

Im Logistik-Bereich sind zwar schwarze Zahlen zu erwarten, allerdings nur noch rund die Hälfte des Ertrags im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Kauffeld erwartet hier 42 Millionen Euro nach 83 Millionen Euro. Das Vorjahresquartal hatte allerdings zu einem Rekordergebnis in der Sparte geführt. Derzeit befindet sich aber die Containerschifffahrt in der konjunkturellen Talsohle, was die Ergebnisschmälerung erklärt. Für den Energiebereich dürfte der Konzern ein Ergebnis in Höhe des Vorjahresniveau ausweisen.

Da im Tourismusgeschäft auch das Sommergeschäft nur schleppend anläuft - der derzeitige Buchungsrückstand zum Vorjahr beträgt nach jüngsten Angaben 7,9 Prozent - der Trend zu Kurzfrist-Buchungen anhält und auch für das Gesamtjahr die übrigen Sparten nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen dürften, geht Analyst Kauffeld für 2002 von einem Konzernumsatz von 20,37 (22,41) Millionen Euro und einem Spartenergebnis von 504 (811) Millionen Euro aus.

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