Verschluckt
Symbolische Snacks

Das Verhängnis nahm schon früh seinen Lauf: Nachdem Adam in den Apfel gebissen hatte, war klar, dass so mancher Leckerbissen unbekömmlich sein würde.

Spätestens nach Schneewittchen hatte auch das letzte Kind kapiert, dass die Gier nach vermeintlichen Leckereien schnell ins Verderben führen kann.

Gab es im Osten keine Märchenbücher? Könnte man meinen, nachdem Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag herzhaft in eine Erdbeere gebissen hatte - ein Symbol für die rot-grüne Regierung. "Der Vorteil ist, das bisschen Grünzeug kann man rausreißen und beim Rest dafür sorgen, dass Rotes weniger wird mit viel Genuss", bemerkte Roland Koch noch süffisant. Denkste! Die (Bio?-)Erdbeere verhielt sich regierungskonform: Der CDU-Chefin blieb das süße Früchtchen im Halse stecken. Ihr Husten sorgte im ganzen Saal für besorgtes Zischeln. Rot-Grün zeigte sich als unbekömmlicher Brocken.

Hätte sich Merkel doch besser an einem Schokoriegel gelabt. Den hätte sie vermutlich etwas unbeschwerter weggebissen. So wie Nationaltorwart Olli Kahn, der vor den Augen der Fernseh-Nation regelmäßig einen Schokoriegel der Marke "Lion" verspeist. Reinbeißen und sich gut fühlen - eben so wie beim WM-Spiel gegen die "Löwen" aus Kamerun.

A propos Fußball-WM. Da fällt uns doch glatt ein anderer symbolträchtiger Verschlucker ein, der nach einer Interpretation schreit: Erinnern Sie sich noch an George W. Bushs Ohnmacht, als er sich an einer (eindeutig deutschstämmigen) Brezel verschluckt hatte? Das kann doch kein Zufall sein! Sondern sollte uns Hoffnung geben, dass die deutsche Nationalelf für die US-Boys im Viertelfinale am Freitag ein ähnlich schwer verdaulicher Brocken sein wird.

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