Verschmelzung mit Tochterfirma
Intershop dreht an Kostenschraube

Das finanziell angeschlagene Software-Unternehmen Intershop dreht weiter an der Kostenschraube. Die wichtigste Tochterfirma wird auf die börsennotierte Intershop AG verschmolzen. Damit soll der Verwaltungsaufwand verringert werden, teilte Intershop am Donnerstag mit.

HB/dpa JENA. Nach Unternehmensangaben wird das Vermögen der Intershop Software Entwicklungs GmbH (Jena) und damit das Kerngeschäft auf die Mutter übertragen.

Das einstige Aushängeschild der ostdeutschen Internetwirtschaft sucht nach drastischen Umsatz- und Ertragseinbrüchen in diesem Jahr Wege aus der Krise. Teil des Sparkurses ist die Halbierung der Belegschaft und die Reduzierung eigener Niederlassungen im Ausland. Unternehmsgründer Stephan Schambach hatte Mitte Juli den Vorstandsvorsitz an seinen Finanzchef Jürgen Schöttler abgetreten, der Verhandlungen mit Investoren über Finanzspritzen führt.

Durch die Verschmelzung der Gesellschaft in Jena, in der die Entwicklung von Programmen für den Internethandel konzentriert ist, werden die Aufgaben der Intershop AG erweitert. Bisher agierte sie allein als Konzernholding. Schambach hatte bereits im Juni sein Aktienpaket an der US-Tochter in San Francisco in Stammaktien der Muttergesellschaft getauscht. Sein Anteil an der Jenaer Intershop AG stieg damit auf etwa 19 %.

Das Jenaer Unternehmen rechnet 2003 nur noch mit einem Umsatz von 20 bis 25 Mill. ? bei einem Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von ebenfalls 20 Mill. ?. Die Zahl der Beschäftigten soll bis September von 445 auf 200 sinken.

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