Verschobenes Ostergeschäft
Douglas verbucht höheren Verlust

Der Handelskonzern Douglas hat im ersten Quartal 2003 einen höheren Verlust als im Vorjahr verbucht. Auf Grund des wichtigen Ostergeschäfts, das in diesem Jahr anders als 2002 nicht ins erste Quartal fiel, konnte der Konzern den Rückstand nach eigenen Angaben bis Ende April wieder wettmachen. Für das Gesamtjahr erwartet Douglas angesichts der Konsumschwäche aber weiterhin keine Zuwächse gegenüber 2002.

Reuters DÜSSELDORF. Douglas stelle sich "auf ein schwieriges Einzelhandelsjahr 2003 ein", sagte Konzernchef Henning Kreke am Mittwoch in einer Analystenkonferenz. Die Kaufunlust der Verbraucher halte an. Angesichts des "unklaren Verbraucherverhaltens" seien seriöse Prognosen für das laufende Jahr schwer möglich. Dennoch gehe der Douglas-Vorstand davon aus, dass der durch seine gleichnamige Parfümeriekette bekannte Konzern 2003 "bei Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit das Vorjahresniveau erreichen kann", sagte Kreke. Analysten nannten dieses Ziel realistisch, zeigten sich aber über den Verlauf des ersten Quartals enttäuscht. Die Douglas-Aktie gab bis zum Mittag um über fünf Prozent auf 16,00 ? nach.

Durch den fehlenden Umsatzbringer Ostergeschäft verbuchte der Konzern in den ersten drei Monaten einen Verlust im gewöhnlichen Geschäft von 10,5 (Vorjahr 4,5) Mill. ?. Der Umsatz ging um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf 454 Mill. ? zurück. "Das liegt leicht unter den Erwartungen", sagte ein Analyst einer deutschen Großbank. Die WGZ-Bank teilte mit, das Ziel, Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau zu halten, sei dennoch erreichbar.

In den ersten vier Monaten, die das Ostergeschäft 2003 berücksichtigten, habe Douglas Nettoumsätze von 625 (Vorjahreszeitraum 623) Mill. ? verbucht, teilte der Konzern weiter mit. Das operative Konzernergebnis habe vor Steuern kumuliert per Ende April um rund zwei Mill. ? unter Vorjahr gelegen. Die Douglas-Parfümerien konnten durch Expansionen ihre Umsätze um fünf Prozent auf 361 Mill. ? steigern. Flächenbereinigt ergab sich ein Plus von 0,4 %. Umsatzeinbrüche verbuchte Douglas dagegen im Schmuckbereich, den Analysten als "Problemkind" bezeichneten.

Der strategische Fokus von Douglas liege unverändert auf der Expansion der drei Kern-Geschäftsfelder Parfümerien, Schmuck und Bücher, sagte Kreke. Für weiteres Wachstum seien 2003 Investitionen in einer Höhe von rund 110 Mill. ? geplant. Kreke zufolge stehen dabei die Parfümerien im Fokus, auf die über 70 Mill. der Summe entfielen. Zukäufe seien weiter nicht ausgeschlossen. Stabil soll die Dividende bleiben. Der Konzern, der sein Geschäftsjahr auf den Zeitraum Oktober bis September umstellen will, will für das dadurch entstehende Rumpfgeschäftsjahr 2003 eine Dividende von 0,65 ? je Aktie zahlen - falls die gesteckten Ziele erreicht oder übertroffen werden. Dies entspreche dem Vorjahresniveau. Grund für die Umstellung des Geschäftsjahres sei das Weihnachtsgeschäft, in dem Douglas den Löwenanteil seiner Umsätze erzielt, sagte Kreke. Durch die Umstellung seien bessere Prognosen für die Geschäftsentwicklung möglich.

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