Versehentlich Daten veröffentlicht
Pharmakonzern stellt Patienten im Internet bloß

Der US-Pharmahersteller hat einem Pressebericht zufolge aus Versehen die E-Mail-Adressen von mehr als 600 Patienten veröffentlicht.

rtr WASHINGTON. Die Adressen seien durch einen Programmierfehler in einer elektronischen Nachricht vom 27. Juni aufgelistet worden, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf eine Firmensprecherin am Mittwoch. Betroffen von der Datenschutz-Panne seien Abonnenten eines Email-Services von Lilly gewesen, durch den die an Depressionen, Bulimie und Zwangsneurose leidenden Patienten regelmäßig an die Einnahme des Medikaments Prozac erinnert werden.

In den vergangenen zwei Jahren habe das Unternehmen die Emails nur an Einzelpersonen gerichtet, sagte die Lilly-Sprecherin Laura Miller der Zeitung. Die Nachricht von der vergangenen Woche, mit der bekannt gegeben wurde, dass die Internet-Dienstleistung eingestellt werden soll, sei dagegen durch einen Fehler an alle Abonnenten gleichzeitig verschickt worden. "Wir entschuldigen uns für den Fehler", zitierte das Blatt Miller weiter. Für die Firma habe der Datenschutz der Patienten absolute Priorität. Deshalb seien auch Maßnahmen eingeleitet worden, um eine Wiederholung des Vorfalls zu verhindern. Für eine Stellungnahme zu dem Bericht der "Washington Post" war am Mittwochmorgen kein Firmensprecher zu erreichen.

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