Versicherer erwägt Dividende von 0,85 Euro je Aktie: Hannover Rück will weiter wachsen

Versicherer erwägt Dividende von 0,85 Euro je Aktie
Hannover Rück will weiter wachsen

Der Rückversicherer Hannover Rück hat im vorigen Jahr sein bisher bestes operatives Ergebnis erzielt und rechnet 2003 mit weiterem Wachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich auf 470,9 Millionen Euro (Vorjahr: 109,2 Mio Euro) mehr als vervierfacht, teilte der weltweit fünftgrößter Rückversicherer am Montag in Hannover mit.

Reuters HANNOVER. Angesichts eines Jahresüberschusses von 267,2 Mill. Euro schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie vor. "Sie hören hier also ganz andere Töne als bei unseren Wettbewerbern, die vor allem in Amerika Bilanzverluste für 2002 vermelden müssen", sagte Hannover Rück-Vorstandschef Wilhelm Zeller auf der Bilanzpressekonferenz.

2001 hatte Hannover Rück infolge der Belastungen durch die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA nur einen Gewinn von gut 11 Mrd. Euro erzielt und auf eine Dividende verzichten müssen. Nun rechnet das Unternehmen nach einem Prämienwachstum im Vorjahr von 9 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro auf Grund des Verlaufs in den 2 Prozent. Beim Jahresgewinn werde ein Anstieg um fünf bis 16 Prozent auf 280 bis 310 Mill. Euro erwartet, teilte der Vorstand mit.

Allein die Einnahmen in der Schaden- und Unfallrückversicherung schossen im vorigen Jahren infolge der nach den September-Anschlägen erhöhten Prämienraten um rund 30 Prozent in die Höhe. Dem standen allerdings erhebliche Wertberichtigungen des Aktienbestandes infolge der weltweiten Börsenflaute entgegen. So hatte Zeller bereits vor zwei Monaten Erwartungen für ein Jahresergebnis von mehr als 300 Mill. Euro in 2002 gedämpft, so dass jetzt die reduzierten Markterwartungen übertroffen wurden.

Für 2003 gründet Zeller die optimistische Prognose auf die guten Entwicklungen in allen Versicherungssparten. Außerdem hatte Hannover Rück bereits vor zwei Wochen erklärt, dass das Unternehmen in Folge des Irak-Krieges mit keiner größeren Belastung rechne.

Bei der Schadenrückversicherung böten sich in diesem Jahr gute Gewinnchancen, da zum 1. Januar bei den Neuverhandlungen von rund zwei Dritteln des Vertragsbestandes auf breiter Basis die Raten erhöht und die Konditionen verbessert worden seien, sagte Zeller. Auch in der Personenrückversicherung sei mit einer Verbesserung der Prämien und des Ertrages zu rechnen. Die im M-Dax der mittleren Werte notierte Hannover Rück-Aktie lag kurz nach Börseneröffnung am Montag mit 0,3 Prozent im Minus bei 20,39 Euro.

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